Nordrhein-Westfalen

Nachlese zum PARK(ing) Day 2017

Morgens um 9 Uhr: Bisher steht noch nichts, nur die Blumenkästen sind schon da und warten darauf, verteilt zu werden. Auch die Piktogramme aus Kreide sind schon auf der Fahrbahn.
Das Auto steht im Halteverbot und muss weg. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts kümmern sich um das Abschleppen - und der WDR filmt die Aktion.
Hier wird Rollrasen ausgelegt und Liegestühle aufgestellt. Auf einmal sehen die Parkplätze richtig gemütlich aus.
Lagebesprechung mit dem Kameramann vom WDR. Irgendwie erinnert das Bild an Michelangelo.
Das VCD-Zelt steht schon mal, und alle stellen ihren Kram darunter ab. Rechts wird das Regal aufgebaut, das nachher zum Bücherschrank wird.
Später kommt die Sonne heraus, und dann wird es direkt schön. Im Hintergrund der Platz mit den Pavillons der unterschiedlichen Gruppen.
Blumen, Liegestühle, Rasen... Ein bisschen Urlaubsstimmung mitten in der Stadt.
MISEREOR verteilt Kaffee und Kuchen.
Hier eine Skizze: Wie könnte eine bessere Verkehrsführung aussehen? Provisorisch wird durch die Markierung Platz sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger geschaffen. Mit dem Rasenstreifen wirkt die ganze Verkehrsführung direkt viel freundlicher.

Die endgültige Lösung ist das natürlich nicht, dazu wären bauliche Maßnahmen erforderlich. Mindestens ein Parkscheinautomat (nicht im Bild) sollte versetzt werden. Eine andere Gestaltung der Hecke mit der Bank (auch nicht im Bild) würde zusätzlichen Platz schaffen.
Der Aufbau ist geschafft. Schnell eine Tasse Kaffee, bevor die Aktion um 14 Uhr offiziell startet.
Jetzt geht's los! Zum Auftakt gibt es richtig gute Straßenmusik.
Das Team vom WDR bringt sich in Stellung.
Heute Probefahrten in der Fahrradrikscha - aber das Anschnallen nicht vergessen!
Reges Interesse an Carsharing am Stand von cambio - aber der Renner sind das Wurfspiel (am Boden) und das Glücksrad (im Hintergrund).
Die Bike-Lane des ADFC: Mit rotweißen Hütchen ist eine breite Spur für Fahrräder in der Einbahnstraße abgetrennt worden. Im Alltag wird dieser Streifen der Fahrbahn von parkenden Autos beansprucht, und Radfahrer müssen bisher die Fahrbahn hier kreuzen, um auf den für Radfahrer freigebenenen Gehweg in Richtung Frankenberger Viertel zu gelangen.
Der Gemeinschaftsgarten HirschGrün teilt sich den Stand mit der Stadt Aachen. Daher finden sich die Gemüse- und Blumenfotos Seite an Seite mit den Plänen für die Premium-Fußwege.
Ein Stand ganz in grün!
Die Mitarbeiter der Verkehrswacht am Anfang der Lothringerstraße (vom Ring aus gesehen). Hier ist die Ausfahrt der "Bike Lane".
Das Lastenrad hat eine Kabine mit Blumenkästen. Da bekommt das Wort "Mobil-Home" eine ganz neue Bedeutung.
 
 

Der PARK(ing) Day war eine rundum gelungene Aktion! Darin warin sich am Abend des 15. Septembers 2017 alle einig. Für einen Tag hat sich das Gebiet um Harscamp- und Lothringerstraße in ein buntes, lebendiges Stadtviertel verwandelt. Viele Passanten haben uns angesprochen und uns gesagt, wie schön sie die umgestalteten Parkplätze finden. Die meisten waren enttäuscht, als sie erfuhren, dass es nur einen Tag lang so sein würde...

 Es hat großen Spaß gemacht, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Viele, viele Menschen haben sehr viel Zeit investiert und sich für diesen Tag eingesetzt. Einen ganz großen Dank an Sabine Neitzel, die unglaublich viel gearbeitet und organisiert hat!

 

Ganz unterschiedliche  Gruppierungen mit sehr verschiedenen  Schwerpunkten

Einen konkreten Beitrag zur Reduktion des stehenden Verkehrs leistet cambio Carsharing. Jedes "geteilte" Fahrzeug ersetzt (je nach Rechnung) 7 bis 11 Autos. Eine Cambio-Station mit drei Stellplätzen könnte einen kleinen  Straßenzug vom Parken befreien! Carsharing erlaubt uneingeschränkte Mobilität ohne ein eigenes Fahrzeug. Und es ist unglaublich beliebt: In Aachen sind die Autos mit dem cambio-Logo mittlerweile allgegenwärtig.

Das Team vom Gemeinschaftsgarten HirschGrün, der sich in unmittelbarer Nähe in der Richardstraße befindet, hat vor allem die Stadtentwicklung im Suermondt-Viertel im Blick. Wie kann das Quartier lebenswerter gestaltet werden? Wie erreicht man eine hohe Aufenthaltsqualität trotz dichter Bebauung? Finden auch Kinder und Ältere im Viertel ihren Platz?

MISEREOR hat eine globale Sicht auf die Dinge. Man kann errechnen, wie viele Ressourcen für jeden Menschen auf der Erde zur Verfügung stehen. Wir Europäer nehmen uns das Recht heraus, viel mehr zu verbrauchen, als uns zusteht, und entziehen die Ressourcen damit dem Rest der Welt. In Bangladesh liegt der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 bei 0,9 Tonnen, in Deutschland aber bei 11 Tonnen - davon stolze 2 Tonnen nur durch den Verkehr. Durch unser Verhalten und nicht zuletzt durch unsere Bequemlichkeit nehmen wir anderen Menschen effektiv ihre Entwicklungmöglichkeiten weg.

Das Team von Velocity hat damit begonnen, in Aachen ein flächendeckendes Verleihsystem von E-Bikes aufzubauen. Es ist sicher keine Übertreibung, wenn man sagt,  dass Pedelecs das städtische Verkehrsmittel der Zukunft sind. Mit Velocity wird Elektromobilität für alle erschwinglich.

Der ADFC Aachen hat mit Unterstützung der Verkehrskadetten von der Verkehrswacht Aachen in der Lothringerstraße Aachens "first separated bike lane", also einen baulich getrennten Radweg aufgebaut. Viele Radfahrer freuten sich über diese sichere und komfortable Führung des Radverkehrs. So könnte die von der Stadt geplante Radvorrangroute von der Innenstadt nach Brand und Eilendorf zukünftig verlaufen.

Mit einem Stand, vielen Informationen und Kartenmaterial stellt die Stadt Aachen ihr Konzept zu den Premium-Fußwegen vor.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsarten im Blick. Ein Hauptthema sind sicherlich die Radvorrangrouten, aber es geht auch um die Frage: Wie vertragen sich diese mit den "Premiumwegen" für Fußgänger? Wie kann man beides miteinander, mit dem ÖPNV und mit Carsharing vernetzen?

Die Tourikscha bietet einen  anderen Blick auf Aachen an: Stadtrundfahrt in der Fahrradrikscha! Verkehr kann auch mal ein bisschen verrückt sein. Auch ein kleines bisschen ausgefallen sind die Menschen, die als Fahrradkurier mit ihrem Lastenrad unterwegs sind, ihre Kinder in der Fahrradkabine mit Blumenkästen transportieren, oder sich in einem zur gelben Rakete mutierten Liegerad fortbewegen.

Aktionstag mit Wirkung

Alles in allem also eine schöne Sache, die vielleicht auch ein bisschen Strahlkraft über den Tag hinaus entfaltet und einen kleinen Schritt zu einer lebendigeren Stadt darstellt. Es gab auf jeden Fall Echo in den Medien: Die Aachener Nachrichten und die Aachener Zeitung berichteten, und auch der WDR war da mit einem Beitrag in der Lokalzeit.

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