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Das Deutschlandticket pausieren - so gehts in OWL

Kann man beim Deutschlandticket eine Pause einlegen, wenn man das Abo eine Zeit lang nicht braucht? Ja, das ist möglich. Dazu muss man sein Abo kündigen und wiederbestellen. Darauf weist der Verkehrsclub VCD hin.
Für die Kündigung hat man bis zum 10. des Vormonats Zeit. Wer also z.B. wegen der Preisanhebung mit dem Deutschlandticket im Januar pausieren will, schickt die Kündigung bis zum 10. Dezember ab. Das spart 58€ (also die Hälfte der Preisanhebung von 9 € monatlich und 108 € im Jahr).

Wer das Deutschlandticket auf dem Smartphone hat, kann durch einen Klick in der App kündigen und neu bestellen. Wer dagegen das Ticket als Chipkarte hat, schickt eine Mail an den Verkehrsbetrieb oder nutzt das Formular auf der Internetseite. 
Bei moBiel ist es etwas umständlich: Die Chipkarte wird dauerhaft ungültig.  Nach der Abopause wird eine neue Karte ausgegeben. Als Grund gibt moBiel an, dass das jetzige Programm eine spätere Weiternutzung der Karte nicht zulasse. In den Nachbarkreisen z.B. Minden oder Detmold wird die Karte nach der Pause dagegen einfach reaktiviert.
 

Einige Anbieter (mopla.solutions ; ticket-plus-app) sind in diesem Punkt kundenfreundlicher: Dort kann man sein Deutschlandticket Abo ein bis drei Monate lang pausieren. Das kann man sogar bis einen Tag vor Monatsende entscheiden.  
Der VCD Ostwestfalen-Lippe meint: Für Fahrgäste kann es sinnvoll sein, von der Möglichkeit der Pause beim Deutschlandticket Gebrauch zu machen. Die Verkehrsbetriebe sollten dem Kundenwunsch entgegenkommen und das Pausieren einfach machen - auch für Chipkartennutzer des Deutschlandtickets.

Schnellbus S15: gut gestartet, doch Potential nach oben!

2.1. 2023  Am 2. Januar war Start der Schnellbuslinie von Spenge nach Bielefeld. Der Verkehrsclub VCD testete das neue Angebot und gibt ihm die Note "2 minus". Gut ist die Angebotsaufstockung zwischen Bielefeld und den nördlichen Nachbargemeinden, die eine umsteigefreie Verbindung herstellt. Der Bus fuhr am ersten Tag  pünktlich und komfortabel, das Fahrpersonal freundlich.

Einige Anfangsschwierigkeiten sollten sich noch beheben lassen. So wird in der online- Auskunft der Ticketpreis Spenge- Bielefeld mit 7,60€ angegeben. Korrekt sind 5,30€, die beim Verkauf im Bus anfallen. Das entspricht dem Ticketpreis über die bisherige Umsteigeverbindung. Es fehlt das WLAN im Bus, das für Schnellbusse vom Zuschussgeber Land gefordert ist - für Pendler ist es ein wichtiger Service, um die Fahrzeit nutzen zu können. Der praktische Taschenfahrplan liegt nirgends aus, und an den Haltestellen wird auf die neue Linie in einer extra kleinen Schrift hingewiesen, das Schnellbuslogo und die Signalfarbe sieht man nirgends - der Schnellbus als neues Premiumprodukt  sollte besser vermarktet werden. Kritisch sieht der Verkehrsclub auch, dass der Schnellbus bisher noch keinen Ampelvorrang erhält. Bei Staustrecken wie z.B. am Obersee sollte die Busbeschleunigung selbstverständlich sein.

Für den VCD sind Angebotsaufstockungen im Öffenlichen Verkehr wie der neue Schnellbus in der Region dringend notwendig. Der Umstieg vom Auto braucht innerhalb der nächsten 7 Jahren eine Verdoppelung der Leistung. Im Nahverkehrsplan ist eine zweite Schnellbuslinie Bielefeld-Verl vorgesehen - sie war schon für  2022 vorgesehen und sollte wenigstens in diesem Jahr starten. 

Irreführende Tempobeschilderung auf dem OWD durch Straßen NRW

24. November 2022 Gefährliche Schilderposse auf dem Ostwestfalendamm: Dort gilt großenteils Tempo 80. Die Stadt hat es angeordnet und das Verwaltungsgericht hat es in seinem Urteil bestätigt. Doch seit zwei Jahren hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW das überholte 100 km/h- Schild nicht abmontiert. Es wurde nur provisorisch abgedeckt und ist weiter deutlich lesbar. Damit erweckt er den falschen Eindruck, als sei die Höchstgeschwindigkeit für kurze Zeit herabgesetzt und es gebe eine Rückkehr zu Tempo 100.

Der Verkehrsclub VCD meint: "Mit ihrer Schildersymbolik propagiert die Behörde eigenmächtige Vorstellungen zur angemessenen Geschwindigkeit auf Kosten der Gesundheit. Es scheint, als ob sich die Landesbehörde  als 'Schnellstraßen NRW' versteht. Dies ist aber nicht ihr Auftrag!".

Am Bielefelder Pass stehen rechts und links der Fahrbahn unterschiedliche Temposchilder  - rechts das Tempo 80, links Tempo 80 mit der Einschränkung von 22-6 Uhr, Lärmschutz. "Welches Schild gilt? Diese Unklarheit ist ein Problem für die Verkehrssicherheit. Auf dem OWD kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen", meint der VCD und folgert: Die 100 km-Schilder auf dem OWD sollten endlich abgebaut werden. Die Nachtabsenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h, bereits vor einem Vierteljahr angeordnet, sei jetzt überfällig.

OWD-Lärmschutz - auch im Bielefelder Westen!

Auf dem Ostwestfalendamm gilt tagsüber Tempo 80. Zum Schutz der Nachtruhe soll von 22 bis 6 Uhr Tempo 60 eingeführt werden. Es geht um den Gesundheitsschutz der vielen Anwohner an dieser lautesten Straße Bielefelds.  Dazu der ökologische Verkehrsclub VCD: "Überraschenderweise schreibt die Verwaltung nun in ihrer Beschlussvorlage, dass dies erst ab Auffahrt Johannistal gelten soll. In Bielefeld Mitte soll auf dem OWD nachts 80 km/h bleiben". Im Tunnel gilt Tempo 60. Ab Jöllenbecker Straße wäre dann die Höchstgeschwindigkeit nachts 80 km/h. Ab Johannistal 60 km/h und hinter der Auffahrt Quelle wieder 80. "Das macht nun wirklich keinen Sinn" meint der VCD.

Gerade im Stadtbezirk Mitte durchschneidet der Ostwestfalendamm die Wohnviertel des Bielefelder Ostens. Hoch lärmbelastet ist etwa das Studierenden-Wohnheim an der Arndtstraße, wenige Meter neben der sechsspurigen Straße.  Der VCD sieht den Ratsausschuss am Donnerstag in der Verantwortung, für den Lärmschutz der Anwohner in Bielefeld Mitte zu sorgen. Er soll  beschließen, dass die Nachtabsenkung der Geschwindigkeit ab Jöllenbecker Straße gilt. Etwas anderes sei den mehreren tausend betroffenen Bewohnern am OWD im Stadtbezirk Mitte nicht zu vermitteln.

Die Ratsbeschlüsse zum Bielefelder Nahverkehrsplan einhalten!

Bielefeld, 27. Juli 2022. Die Fahrplanverdichtungen zum 1.8.2022 sind vorerst ausgesetzt worden. Der VCD schreibt den Oberbürgermeister und den Rat an. Der Offene Brief

Der VCD startet die erste Bielefelder E-Rikscha

18.3.2021:  Die Rikscha transportiert die FahrerIn plus zwei Erwachsene plus Kind. Ein starker Elektroantrieb unterstützt die Muskelkraft. Die Rikscha ist eine neue Form der emissionsfreien Mobilität. Das „ei-go“ erweitert die Möglichkeiten des Fahrrads zur Personenmitnahme.

Das Pedelec 25 ist führerscheinfrei und nach kurzer Eingewöhnung einfach zu fahren. Die Reichweite mit Unterstützung beträgt 50-80 km. Hersteller ist die bayerische Bayk AG, https://bayk.ag/velotaxi-fahrradrikscha/ .
Das Fahrzeug wird eingesetzt bei Veranstaltungen und für Touren, als Vorführrad und für private Fahrten. Der Verkehrsclub VCD würde sich freuen, wenn es den Anstoß zu weiteren Rikschas im Stadtverkehr gibt.

 Die Stadtwerke Bielefeld unterstützen das Projekt als Werbepartner.
Wir danken Marcus Langer von der Bielefelder Agentur extrembeweglich für die Gestaltung der Wort-Bild-Marke.

Man kann sich das „ei-go“ beim VCD im Umweltzentrum (August-Bebel-Straße 16) ausleihen. Anmeldung auf dem Kalender über die Internetseite
www.vcd.org/owl oder Facebook (eigo.Rikscha). Mobiltelefon: 0177.8440045.
Für die Nutzer ist eine Haftpflicht- und Kaskoversicherung abgeschlossen. Das Fahrzeug kann kostenlos erprobt werden; eine Spende an den VCD zur Fahrzeugunterhaltung ist willkommen.