Nordrhein-Westfalen

PARK(ing)day 2018

Karte: OpenStreetMap

Nachdem der PARK(ing)Day im Suermondt-Viertel im vorigen Jahr schon  auf tolle Resonanz gestoßen war, fand er auch 2018 wieder statt - diesmal an noch zentralerer Stelle, nämlich am Theater Aachen. Termin war Freitag, der 21.September 2018. Traditionell (also schon zum zweiten Mal...) ist in Aachen der PARK(ing)Day  eingebettet in die Woche der Mobilität.

Ein bisschen zum Hintergrund: Der Park(ing)Day wurde 2005 in San Francisco ins Leben gerufen und findet seitdem einmal jährlich weltweit im September statt. Auto-Stellplätze werden für diesen Tag umgenutzt. Es geht dabei darum zu zeigen, was möglich ist, wenn mehr Platz mit neuem Grün, mit Angeboten zum Aufenthalt oder zum Spielen für die Menschen in der Stadt entsteht.

In diesem Jahr hatten wir uns den Theaterplatz ausgesucht. Wir wollten zeigen, dass dieser zentrale Bereich es wert ist, städtebaulich aufgewertet zu werden. Für kurze Zeit entstand  ein einladender begrünter Raum zum Verweilen und zum Austausch. Es gab bequeme und kostenlose Sitzgelegenheiten, Bücher zum Lesen, Platz zum Spielen, zum Verweilen und zum Austausch, Fahrten mit E-Bikes und der Fahrrad-Rikscha.Sogar Lesungen, Straßentheaterund Qigong zum Mitmachen fanden statt. Die Bilder zeigen Eindrücke vom Tag.

Ein bisschen schade war, dass das Wetter so gar nicht mitgespielt hatte. Es war stürmisch, nass und kalt, sodass sich die Motivation zum Verweilen in den bequemen (städtischen) Liegestühlen in Grenzen hielt. Auf einige geplante Highlights wie thailändischen Tanz oder Jonglage mussten wir leider verzichten.

Dennoch war der PARK(ing)Day eine gelungene Aktion, die allen Beteiligten und vielen Passenten großen Spaß gemacht hat. Und durch das  Ausprobieren einer neuen Verkehrssituation konnten  tatsächlich Erkenntnisse gewonnen werden. So hat sich einerseits wie erwartet gezeigt, dass die Umwandlung von Parkplätzen in Raum für Fußgänger eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität bringt. Andererseits reicht die eine Spur, die für  den PARK(ing)Day zur Verfügung stand, nicht ausreicht. Der Fußgängerstrom in die Theaterstraße hat nach wie vor zuwenige Platz, vor allem, wenn noch Raum für Bäume und Radverkehr zur Verfügung stehen soll. Außerdem bleibt das Theater nach wie vor auf seiner Insel abgetrennt vom Rest der City und wirkt städtebaulich merkwürdig deplaziert. Unser Fazit ist, dass für eien nachhaltige und durchgreifende Verbesserung der Situation der Durchgangsverkehr auf einer Seite des Theaters komplett gesperrt und dafür ein qualitativ hochwertiger Platz geschaffen werden müsste.

Abgerundet wurde der PARK(ing)Day 2018 durch weitere Veranstaltungen zum Thema Mobilität, unter anderem einem Vortrag von Prof. Müller-Hellmann und Dr. Riße zum Thema "Menschengerechtes Aachen - von der autogerechten zur elektromobilen Stadt" sowie der BikeNight 2018.

 

 

Eindrücke vom PARK(ing)Day

Wir haben natürlich Bilder gemacht. Einige der Fotos sehen  Sie hier. Darüber hinaus gibt es noch zwei Videos - eine schöne Zusammenfassung des Tages von Ulrich Bierwisch und das offizielle Video der Stadt Aachen.

Pressetermin: Das Vorbereitungsteam freut sich auf den PARK(ing)Day
Morgens um 8 Uhr: Es ist noch früh am Theater. Das Material wird abgeladen, die Blumendekoration ist schon da.
Die Absperrgitter werden angeliefert. Sie dienen dazu, die Fahrspur, die sonst für das Parken in zweiter Reihe vorgesehen ist, heute freizugeben.
Ein Fahrer hat die Halteverbotszeichen, die seit mehreren Tagen aufgestellt sind, nicht beachtet. Das Auto muss leider abgeschleppt werden.
Eine der Attraktionen sind diverse Lastenräder in unterschiedlicher Ausführung, die man an dem Tag auch ausprobieren kann.
"Meine Frau, die Ilsebill, will nicht so wie ich wohl will!" Die Schauspielerin Cecilia Küchler liest das Märchen vom Fischer und seiner Frau vor und hat dabei aufmerksame Zuhörer - besonders auf dem Luftkissen.
Der PARK(ing)Day wird im Film dokumentiert - das Ergebnis kann man sich auch bei Youtube ansehen.
"Deine Saftkarre steht auf meinem Parkplatz!" Aber keine Angst: Hier handelt es sich nur um eine Performance. Die Prügelei auf offener Straße sieht täuschend echt aus...
...aber die vermeintlichen Streithähne sind nur Schauspieler.
Am Stand von Greenpeace kann man auf spielerische Art seinen persönlichen CO2-Ausstoß abschätzen.

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