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Landesverband NRW
Der Landesverband des ökologischen Verkehrsclubs VCD fordert die Kommunen in Nordrhein-Westfalen auf, ordnungswidriges Gehwegparken konsequent zu unterbinden. Eine Auswertung der Aktion „Freie Gehwege“ aus dem Herbst 2025 belegt allein für NRW über 1.400 Meldungen zu regelmäßig blockierten Gehwegabschnitten.
Bundesweit gingen insgesamt 3.300 Hinweise ein, womit fast die Hälfte der Problemanzeigen auf Nordrhein-Westfalen entfällt. Die Schwerpunkte liegen in Köln (331 Meldungen), Essen (288) und Dortmund (116).
Die Daten verdeutlichen die Gefährdung für Zufußgehende und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. „Bei nahezu allen gemeldeten Abschnitten verbleiben Zufußgehenden weniger als 1,50 Meter Raum. In über 80 Prozent der Fälle reduziert sich die nutzbare Breite auf einen Meter oder weniger. Da jede zweite Meldung beidseitig zugeparkte Gehwege betrifft, werden Passanten sowie Kinder bis acht Jahre, die gesetzlich zur Nutzung des Gehwegs mit dem Rad verpflichtet sind, zum Ausweichen auf die Fahrbahn gezwungen“, beschreibt Iko Tönjes, Sprecher des VCD NRW, die Problemlage.
Der VCD weist darauf hin, dass Parken auf Gehwegen ohne explizite Markierung oder Beschilderung unzulässig ist. Die Kommunen werden aufgefordert, die gemeldeten Stellen zu prüfen und Maßnahmen zur Freihaltung der Wege zu ergreifen. Zur rechtlichen Klärung unterstützt der VCD zudem eine Musterklage vor dem Verwaltungsgericht Bremen. Ziel ist es, den Schutzanspruch für sicher nutzbare Gehwege gerichtlich zu festigen. Die Ergebnisse der vom 20. Oktober bis 5. Dezember 2025 durchgeführten Erhebung sind auf einer interaktiven Online-Karte des Verbandes einsehbar.