Dortmund - Unna
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VCD-Aktion „Freie Gehwege“

Gehwegparken in Dortmund ein großes Problem

Gefahren vor allem für Kinder, Ältere und Rollstuhlfahrende / VCD fordert Stadt zum Handeln auf

Im Herbst 2025 hatte der ökologische Verkehrsclub VCD dazu aufgerufen, regelmäßig zugeparkte Gehwegabschnitte über ein Online-Formular zu melden. Der VCD-Dortmund-Unna hat die 112 Meldungen in Dortmnund ausgewertet und fordert die Stadt jetzt auf, die Situation vor Ort zu prüfen und konsequent gegen gefährliches Gehwegparken vorzugehen.

Dortmund, 28. Februar 2026. Gehwegparken ist in Dortmund ein großes Problem. Dabei ist die Rechtslage klar: Das Parken auf Gehwegen ist verboten. Laut Straßenverkehrsordnung ist es nur zulässig, wenn Fußgänger:innen und Rollstuhlfahrende ungehindert den Gehweg auch im Gegenverkehr passieren können. Doch die Aktion „Freie Gehwege“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD hat gezeigt: Ob erlaubt oder nicht, diese Vorgabe wird fast nirgends eingehalten, mit teils gefährlichen Folgen. „In vielen Fällen bleibt Passant:innen weniger als ein Meter Platz“, berichtet Lorenz Redicker, Vorsitzender des Kreisverbandes Dortmund-Unna, in einigen krassen Fällen sogar weniger als ein halber Meter (zum Beispiel in der Dudweilerstraße in Scharnhorst, siehe dazu das angehängte Streetview-Bild). „Das ist vor allem für diejenigen ein Problem, die mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind. Dann bleibt oftmals nichts anderes übrig, als auf die Straße auszuweichen. Lebensgefährlich wird es für Kinder mit Rad, die bis zum Alter von acht Jahren auf dem Gehweg fahren müssen.“ (Auch für eine solche Situation haben wir ein Bild angehängt.)

Aufruf zum Handeln

Um dem Gehwegparken ein Ende zu setzen, hat der VCD die Stadt Dortmund mit Verweis auf die Rechtslage nun aufgefordert, die gemeldeten Stellen zu überprüfen und bei Bedarf zu entschärfen. „Die Ergebnisse bestärken uns darin, endlich konsequentes Handeln einzufordern“, so Lorenz Redicker.

Seit Jahren wird das illegale Gehwegparken geduldet, zu Lasten des Fußverkehrs. „Es kann nicht sein, dass der in Dortmund ohnehin schon knappe Raum für Fußgänger:innen und Rollstuhlfahrende zusätzlich durch widerrechtlich parkende Autos beschnitten wird und dadurch Menschen gefährdet, kritisiert der VCD. „Wir fordern, dass die Straßenverkehrsordnung ab sofort durchgesetzt wird. Gehwege sind für Menschen da, nicht für Autos.“ 

 

Zum Hintergrund: 

Die VCD-Aktion „Freie Gehwege“ lief vom 20. Oktober bis zum 5. Dezember 2025. Diese Online-Karte zeigt alle Meldungen enger Gehwege, die in diesem Zeitraum eingegangen sind. Die zentralen Ergebnisse sind auf der VCD-Webseite zusammengestellt. In Dortmund gab es insgesamt 112 Meldungen. In NRW gab es nur für Köln und Essen mehr Meldungen im VCD-Portal.

Hier der Brief an Oberbürgermeister Kalouti.

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