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Resolution Mönchengladbacher Umwelt-/Bürger-Initiativen gegen die geplante Erweiterung der Autobahnen A52 und A61 im Bereich Mönchengladbach

Resolution: 52/A61-Erweiterung – niemals!

Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan (bvwp) 2030 sind zwei Autobahnprojekte in unserer Region gelistet, konkret die Erweiterung und den Ausbau der A52 und A61 betreffend:

- A52-G11-NW – 7,5 km – vordringlicher Bedarf/Engpassbeseitigung

- A61-G41-NW – 12,5 km – weiterer Bedarf mit Planungsrecht

Die unterzeichnenden Initiativen sprechen sich mit allem Nachdruck gegen diese Planungen aus und fordern eindringlich, diese Planungen aus dem bvwp zu streichen!

Für den Ausbau der A52 wird laut den Planungsunterlagen eine Fläche von 15,1 ha in Anspruch genommen, für den Ausbau der A61 eine Fläche von 23,8 ha. Die Kosten werden für die A52 mit 84,9 Millionen Euro und für die A61 mit 161,1 Millionen Euro veranschlagt. Da diese Schätzung den Preisstand aus dem Jahr 2014 darstellt, mu?ssen die Kosten aktuell deutlich höher veranschlagt werden.

Keine einzige dieser Flächen wird im Abschnitt „Umweltbeitrag Teil 2“ als ökologisch bzw. umweltmäßig relevant erachtet. Dies kann in Anbetracht der tatsächlichen Verhältnisse entlang der Trassen nur als erschreckend ignorant bezeichnet werden!

Alleine entlang der A52 befinden sich etliche hochwertige Naturflächen wie z.B. „Bockerter Heide“, „Großheide“ und „Bistheide“ (letztere ist NSG!), westlich des Autobahnkreuzes Neersen das Waldgebiet der Donk, für das die Aufwertung zum NSG beantragt ist, und südlich des Autobahnkreuzes MG an der A61 das NSG „Baggersee Vorster Busch“, im weiteren Verlauf südlich die Waldgebiete bei Genhülsen und am Stadtwald Rheydt. Dazu kommen entlang beider Autobahnen etliche landwirtschaftlich genutzte Flächen, die unmittelbar an die Autobahntrassen grenzen, die durch den Ausbau überbaut und versiegelt werden würden.

In Anbetracht vor allem der aktuellen Ereignisse der Hochwasserkatastrophen, die nicht nur in den näher liegenden Gebieten wie der Eifel, dem Sauerland, im benachbarten Belgien und in den Niederlanden geschehen sind, sondern sich überhaupt im ganzen mitteleuropäischen Bereich ereignet haben, wird die völlige Fehlgerichtetheit dieser Erweiterungs-Planungen besonders deutlich. 
Die Klimakatastrophe ist keine vage Prognose für die Zukunft , sondern sie hat bereits begonnen und findet weltweit statt – und sie ist nunmehr bei uns mit allen ihren zerstörerischen Konsequenzen angekommen!

Der weitere Ausbau und die weitere Inanspruchnahme unversiegelter und naturnaher Flächen vor allem durch den Straßenbau fördert die Klimakatastrophe, indem er nur die Zunahme des Straßenverkehrs weiter beschleunigt und damit die dringend erforderliche Verkehrswende konterkariert. 

Nach dem wegweisenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom März dieses Jahres, das dem Staat auferlegt, in seinen Entscheidungen und seinem Handeln auch eine [Zitat aus dem Urteil] „besondere Sorgfaltspflicht für die kommenden Generationen“ einzuhalten, erscheinen uns derart in die Umwelt und Naturflächen eingreifende Baumaßnahmen sogar als verfassungswidrig. Es sei noch einmal betont, dass bei diesen Ausbaumaßnahmen ausschließlich der motorisierte Individualverkehr gefördert wird, den es eigentlich gilt, zu reduzieren.

In diesem Zusammenhang sehen wir auch die Umstellung auf Elektro-Autos / Elektro-LKW usw. ausgesprochen kritisch, da die dafür benötigten Ressourcen und der Strom bei vergleichbarer Auto-/LKW-Dichte wie heute zerstörerische Größenordnungen einnehmen würde. Diese Form der E-Mobilität im Individualverkehr kann daher absehbar zukünftig nur einen deutlich kleineren Umfang einnehmen wie der motorisierte Individualverkehr mit Verbrenner-Fahrzeugen heute.

Daher sind wir überzeugt, dass der derzeitige Ausbaugrad der beiden Trassen völlig ausreicht, um auch den zukünftigen Verkehr aufzunehmen, auch wenn es aktuell immer mal wieder zu Engpässen kommt. Wenn die dringend notwendige Verlagerung von (vor allem überregionalem) Güterverkehr auf die Schiene erst konsequent umgesetzt wird, dann werden auf diesen Trassen ohnehin Kapazitäten frei. Die unterzeichnenden Initiativen begrüßen daher, dass der zweigleisige Ausbau der Schienenstrecken-Abschnitte Kaldenkirchen-Dülken und Rheydt Hbf-Odenkirchen im bvwp nunmehr im vordringlichen Bedarf gelistet ist [Projekt-Nr. 2-025-V01].

Für diese Strecken hat die DB-AG am 7.12.2018 eine offizielle Überlastungsanzeige beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht, d.h., dass auf diesen Abschnitten schon der aktuelle Bedarf an Schienenverkehren nicht mehr gedeckt werden kann, an eine Kapazitätserweiterung ist daher schon gar nicht zu denken. Da die beiden Autobahnen A52 und A61 sehr stark vom überregionalem LKW-Güterverkehr frequentiert werden, könnte alleine durch die Beseitigung von Engpässen bei der Schiene eine mehr als ausreichende Entlastung dieser Autobahnen erreicht werden. Ein zusätzlich mögliches verbessertes Angebot im Personen-Schienenverkehr in der Region würde weiteren Verkehr von den Autobahnen abziehen, diese noch mehr entlasten – und damit jeglichen Ausbauplänen die Grundlagen endgültig entziehen. Wir fordern daher, dass der zweigleisige Ausbau der erwähnten Schienenstrecken-Abschnitte mit größter Priorität umgesetzt wird.

Dagegen würde der Ausbau der Autobahnen-Trassen A52/A61 alles in allem eine völlig falsche und zudem höchst verhängnisvolle Richtung einschlagen, da er weitere immer dringlicher werdende Schritte zur Anpassung an die Klimawende und zur Eindämmung ihrer katastrophalen Folgen unterbindet. Ein solcher Ausbau untergräbt alle Bemühungen, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, wie es auf der Pariser Klimakonferenz festgelegt wurde.

Eine konsequente Verkehrswende, die sich an echter Klimaneutralität, geringst möglichem Ressourcenverbrauch und größtmöglicher Schonung von Flächen ausrichtet, wird mittel- und langfristig dazu führen, dass derart Flächenfressende Autobahnen wie die fraglichen Trassen in dieser Größenordnung überflüssig werden. Langfristig wird daher eher der Rückbau der Trassen eine Perspektive sein – ein Ausbau jedenfalls nicht!

Wir fordern daher die ersatzlose Streichung der betreffenden Planungen aus dem bvwp und die Umschichtung der dadurch frei werdenden Gelder in die Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene, den Ausbau des ÖPNV und des Radverkehrs.

Gekürzte Version der Resolution, den Gesamttext hier als PDF.

VCD verteilt Mobifibeln an den Schulen

VCD verteilt Mobifibeln an den Schulen

Die letzten zwei Pakete der Mobifibeln stehen zur Auslieferung bereit. Damit haben wir an den Grundschulen in Kempen (5 Schulen) und in Mönchengladbach (47 Schulen) über 2000 Mobifibeln verteilt.

Die VCD - Mobifibel ist entwickelt und aufgelegt worden, um den Eltern, den Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften in komprimierter und dennoch anschaulicher Form wichtige Hinweise und Fingerzeige an die Hand zu geben, damit die Wege von und zur Schule sicher bewältigt werden können.

Während die Kinder in früheren Zeiten zur Grundschule liefen, werden heute viele von ihnen mit dem Auto zur Schule gebracht, was bekanntermaßen darauf zurückzuführen ist, dass zum einen die Wege zur Schule länger geworden sind, zum anderen die Eltern Sorge haben, ob ihre Sprösslinge sicher zur Schule und wieder zurückfinden. Dass diese Praxis viele Nachteile mit sich bringt (mehr Verkehr; gefährliche Situationen vor den Schulen, unselbstständige Kinder), ist in der Presse und in vielen Publikationen schon oft besprochen worden. Auch hier möchte die VCD-Mobifibel nochmal ansetzen und zum Nachdenken anregen.

Mitgliederversammlung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Heinsberg/Mönchengladbach/ Viersen

Wiedergewählter Vorstand wird durch Susanne Jud erweitert.

Zum Jahresende fand in Kempen turnusgemäß die Mitgliederversammlung des VCD Heinsberg/Mönchengladbach/ Viersen statt.

Auf Anregung des Kreisvorsitzenden Marin Asbeck wurde Susanne Jud mit in den Vorstand gewählt, welche sich schwerpunktmäßig um die Belange des Fuß- und Radverkehrs in Mönchengladbach kümmern wird.

Für Susanne Jud ist die Nahmobilität eine Herzensangelegenheit, was sie auch als Mitinitiatorin und Vertretungsberechtigte des Radentscheids Mönchengladbach unterstreicht.

Damit sollten insbesondere die Menschen im VCD-Kreisvorstand eine Stimme bekommen, die vornehmlich „nahmobil“ unterwegs sind, also auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen jeglicher Art.

Die Mitgliederzahl des VCD-Kreisverband liege im unteren dreistelligen Bereich, so Martin Asbeck auf der Mitgliederversammlung. Die Finanzausstattung des Kreisverbandes sei ausgeglichen, wie Schatzmeister Michael Seibert vortrug, was auch von die Kassenprüfer bestätigten, woraufhin die Mitglieder dem Vorstand Entlastung erteilten.

Der neue Vorstand sind Martin Asbeck als Vorsitzender,  Michael Seibert als Schatzmeister und Detlef Neuß und Klaus Hegmanns als Stellvertretende Vorsitzende, Susanne Jud gehört dem Vorstand als Beauftragten für Fuss- und Radverkehr in Mönchengladbach an.

Im zurückliegenden Jahr waren in Mönchengladbach einige Aktivitäten wie beispielsweise einen Workshop der IG Fußverkehr MG mit den Themen „Arbeitsstellen im öffentlichen Raum“ und die Auswirkungen der Mitgliedschaft der Stadt Mönchengladbach in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte in NRW (AGFS) .

Weiterhin war der VCD beteiligt bei der Verteilung der VCD-MobiFibel an Mönchengladbacher Grundschulen einem bundesweiten Anliegen des VCD Rechnung getragen wird, Schulanfänger und deren Erziehungsberechtigte auf die Gefahren des öffentlichen Verkehrs vorzubereiten.

Stolz ist der VCD Kreisverband Heinsberg/Mönchengladbach/ Viersen darüber, dass die Stadt Kempen aufgrund einer Bürgeranregung des VCD einen „Fietsflunder“ angeschafft hat, welche nun in verschiedenen Stadtteilen in Kempen zur Anwendung kommt.

Große Sorgen hat der VCD Kreisverband Heinsberg/Mönchengladbach/ Viersen weiterhin beim Niersexpress RE 10, welcher nach der Modernisierung der Strecke unter massiven Betriebsstörungen leidet.

Mehren Bürgeranträge wie Aufstellen von Schutzhütten an Radwegen,Erstellung eines Car-Sharing-Konzeptes oder Errichtung eins Parkleitsystems bei Großveranstaltungen mit Shuttlebus wurden von der Politik und Verwaltung in Kempen bedauerlicher Weise abgelehnt.

Der Vorstand nahm oftmals auch an Podiumsdiskussionen verschiedener Organisationen wie der IHK zum Thema Mobilität, sowie an den Ausschusssitzungen im Kempener Rathaus teil.

Ein Infostand auf dem Kürbisfest am 18.September 2022 in Kooperation mit der Bürgerinitiative Fairer Verkehr in St. Hubert hatte trotz widrigen Wetterbedingungen sehr großen Zulauf.

Vorausschauend stehen viele neue und aktuelle Themen für den Kreisverband Heinsberg/Mönchengladbach/ Viersen auf der Agenda.

So zum Beispiel die Verkehrsproblematik im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der BAB 52, das kritische Beleuchten des Anwohnerparkens im Stadtgebiet von Mönchengladbach und die Teilnahme an Veranstaltungen mit Mobilitätsthemen in den Fokus.

Für Kempen steht nicht nur die desaströse Zustände des Niersexpress im Fokus, sondern auch die verzögerte Umgestaltung des Busbahnhofes Kempen, die mangelnde Barrierefreiheit, das Radverkehrskonzept der Stadt Kempen , sowie der geplante Radschnellweg Krefeld- Venlo auf der Agenda.

Sowohl in Mönchengladbach als auch in den beiden Kreisen werde man den Kontakt zu den kommunalen Verwaltungsstellen und -einrichtungen halten und intensivieren.

In der letzten Vorstandssitzung hat sich der Vorstand darauf verständigt,, dass die Mitgliedertreffen doch mehr in Präsenz stattfinden sollen.

Alle Termine werden stets aktuell auf der Homepage des VCD eingepflegt.

Die nächste Jahreshauptversammlung ist für den 22. Mai terminiert.

 

Führung am Mönchengladbacher Flugplatz

Führung am Mönchengladbacher Flugplatz

Liebe Mitglieder,

der VCD-Kreisverband plant eine Führung am Mönchengladbacher Flugplatz durch einen Mitarbeiter des Flugplatzes.

Termin: Samstag 28.09.2024

Uhrzeit 13 Uhr

Dauer ca. 1,5 Stunden

Wer gerne teilnehmen möchte, muss sich über grenzland@vcd.org anmelden,

die Anmeldung muss den Vor- und Nachnamen der anmeldenden Person und die Anzahl der angemeldeten Personen enthalten.

Anmeldefrist: Do 12.09. 2024

Viele Grüße

Martin Asbeck

Vorsitzender des VCD

Kreisverband Heinsberg-Mönchengladbach-Viersen

Gesprächsrunde zur Kommunalwahl

VCD hat zu Geprächen geladen

Im September 2025 stehen in NRW Kommunalwahlen an. Der VCD hat deshalb die demokratischen Parteien zu einem Gespräch über Verkehrsthemen in Mönchengladbach eingeladen.

Wir haben an die Oberbürgermeisterkandidaten bzw. Verkehrspolitischen Sprecher der verschiedenen Parteien immer dieselben Fragen gestellt:

  • Planen Sie die Einrichtung weiterer Schulstraßen in Mönchengladbach?
  • Planen Sie Maßnahmen gegen das unerlaubte Gehwegparken in MG?
  • Setzen Sie sich für den schnelleren barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen ein?
  • Sehen Sie Möglichkeiten in MG mehr Schnellbuslinien einzurichten?
  • Wie stehen Sie zu der Protected Bike Lane ?
  • Wie stehen Sie zum 6-spurigen Ausbau der A 52?

Das Gespräch mit den Vertretern der SPD fand am 28.05. 2025 statt. Es nahmen der Oberbürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Felix Heinrich, der Fraktionschef Janan Safi und der Verkehrspolitische Spr. Thomas M. Claßen teil.

Das Gespräch mit dem Oberbürgermeisterkandidaten von Bündnis 90/ die Grünen Marcel Klotz fand am 12.06.2025 statt.

Bei beiden Gesprächen ergaben sich viele positive Antworten zu unseren Fragen, aber auch immer wieder die Einschränkung, dass es oft schwierig ist, politische Mehrheiten für zukunftsweisende Projekte zu finden und natürlich steht über allem die Frage der Finanzierung.

Ein Gespräch mit der FDP findet am 18.06.2025 statt, mit der CDU werden wir uns im Juli treffen.

Die Stadt Mönchengladbach richtet in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Katholischen Grundschule Bell die erste Schulstraße in Mönchengladbach ein.

Die Stadt Mönchengladbach richtet in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Katholischen Grundschule Bell die erste Schulstraße in Mönchengladbach ein.

Die Stadt Mönchengladbach richtet in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Katholischen Grundschule Bell die erste Schulstraße in Mönchengladbach ein.

Eine Schulstraße soll den Schulweg für die Kind sicherer machen, indem Autos dort ferngehalten werden, wo es besonders gefährlich wird. Fuß- und Radverkehr können passieren, die „Elterntaxen“ verteilen sich besser im weiteren Umfeld und bilden keine Pulks vor dem Schultor. Die Einrichtung solcher Schulstraßen hat NRW-Verkehrsminister Krischer im Februar 2024 durch Erlass geregelt.

Die Höhenstraße, an der die Grundschule Bell liegt, ist eine Sackgasse, so dass hier nur an einer Stelle die Zufahrt gesperrt werden muss. Es wird die Einfahrt von der Mülgaustraße in die Höhenstraße, an jedem Schultag, morgens von 7:30 bis 8:30 Uhr und mittags von 11 bis 12 Uhr gesperrt.

Damit die Eltern, die nach wie vor mit dem Auto kommen, ihre Kinder sicher aussteigen lassen können, sind an der Mülgaustraße in beiden Fahrtrichtungen sog. „Kiss and Drop“ Plätze eingerichtet worden. Die Kinder, die an den Halteplätzen der Mülgaustraße Richtung Mülfort aussteigen, können direkt in die Höhenstraße gehen. Wenn sie an den Halteplätzen Richtung Odenkirchen aussteigen, können sie an einer Fußgänger-Ampel die Mülgaustraße überqueren und in die Höhenstraße gehen. Auf der einen Seite der Mülgaustraße können maximal 3, an der anderen Seite maximal 4 Autos gleichzeitig halten und die Kinder aussteigen lassen. Da auf der Mülgaustraße eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt, sollte das Ein- und Ausfädeln ohne größere Probleme verlaufen.

Da die Schulstraße an der KGS Bell zunächst nur ein einjähriger Versuch sein soll, sind wir vom VCD sehr gespannt, wie sich dieser Test entwickelt und welche Schlüsse in MG daraus gezogen werden.

Pressemitteilung des VCD

Schließzeiten an den Kempener Bahnübergängen

Die Kempener Politik beweint die Folgen ihrer eigenen Entscheidungen. Die Verkehrswende kommt hier vor Ort nicht voran, über Möglichkeiten, Verkehrsströme zu verändern, wird nicht nachgedacht, man wollte zu keinem Zeitpunkt eine Über- oder Unterführung der Bahnstrecke und hat die für etwaige Rampen verfügbaren Flächen auch konsequent zubauen lassen. Gleichzeitig wollte man auch mehr Verkehr auf der Schiene und die Modernisierung der Strecke, die aber – wenn wir ehrlich sind – in erster Linie der Rationalisierung des Bahnbetriebs dient und nicht der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Kempen.

Man kann mir der Bahn über die Schließzeiten der Bahnübergänge reden, aber mehr als homöopathische Änderungen sind aus betrieblich-technischen Gründen nicht zu erwarten.

Es wäre also sinnstiftend, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, die man als Stadt Kempen noch beeinflussen kann: Den die Bahn kreuzenden Autoverkehr analysieren (Quellen bzw. Ziele), Konzepte zur besseren Verkehrsführung in Richtung Außenring erarbeiten, Alternativen stärken (z.B. Parken vor der Schranke, Fuß- und Radverkehr Richtung Innenstadt sowie den innerstädtischen ÖPNV).

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hegmanns

Michael Seibert

Verkehrsclub Deutschland

Besichtigung des Flugplatz Mönchengladbach

Besichtigung des Flugplatz Mönchengladbach

Wir sagen immer, als VCD vertreten wir alle Verkehrsarten. Gehört dazu auch der Luftverkehr?

In allen Konzepten und Gesprächen innerhalb unseres Vereins kommt der Luftverkehr eigentlich nicht vor. Als dann der Vorschlag kam, mal den Flughafen Mönchengladbach zu besichtigen, waren wir uns schnell einig. Das wollen wir mal organisieren.

Am 28. September war es dann soweit und eine Gruppe von 10 VCD´lern traf sich am Flughafen Mönchengladbach. Von einem Mitarbeiter des Förderverein des Flughafens hörten wir zunächst einige Zahlen, z.B. dass das Gelände des Flughafens ca. 120 Hektar umfasst.

Wir erfuhren, dass Mönchengladbach von den Flughäfen in Deutschland, die keine Linienflüge abwickeln und nicht militärisch sind, der Größte ist.

Im Umfeld des Flughafens sind viele Firmen ansässig, so z.B. 5 Flugschulen und eine große und mehrere kleine Werften, die Flugzeuge reparieren. Insgesamt arbeiten am Flugplatz bzw. in seinem Umfeld über 800 Menschen.

Beim Rundgang über das Gelände konnten wir die “Tante JU” ebenso bestaunen wie die vielen kleinen und großen Privatflugzeuge. Wir sahen ein altes Linienflugzeug, dass hier ausgeschlachtet wird um Ersatzteile für andere Maschinen zu generieren. Der Besuch der Flughafenfeuerwehr war ganz toll, das große Spezialfahrzeug für den Einsatz am Flughafen wurde uns erläutert und die Funktion der Wasserwerfer vorgeführt.

Nach der Führung diskutierten wir noch über die ökologischen Aspekte des Flugverkehrs. Am Flughafen Mönchengladbach werden elektrische Flugzeuge getestet, man versucht also auch in der Luftfahrt neue Wege zu gehen. Kann sich der Elektroantrieb im Flugverkehr etablieren? Es wird sicher ähnlich schleppend laufen wie bei den Elektroautos.

Zum Schluss haben wir noch Vorschläge für den nächsten Ausflug gesammelt. Einen der Vorschläge werden wir sicher im nächsten Jahr realisieren können.

Martin Asbeck

 

Termine des VCD Heinsberg - Mönchengladbach - Viersen

Hinweise auf Veranstaltungen, Mitgliederversammlungen, Vorträge etc. 

zu den Terminen