Nordrhein-Westfalen

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Finanzierung des ÖPNV steht mit dem Rücken zur Wand VCD fordert grundlegende Neustrukturierung

Die Finanzierung des gesamten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) steht nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) mit dem Rücken zur Wand. "Wenn die Gemeinde Alfter ein örtliches Busangebot nicht ausweiten kann und die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs in NRW damit drohen, ganze Zugsysteme in den Ballungsräumen abbestellen zu müssen, wird die dramatische Lage überdeutlich," so der Bonner VCD-Vorsitzende Rainer Bohnet.

 

Für den VCD ist klar: Die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs auf der Schiene und auf der Straße muss dringend neu strukturiert werden. Das ist die Aufgabe für den Bund und das Land NRW. Bohnet: "Die Kommunen können das nicht leisten, zumal vielen Städten und Gemeinden ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) droht."

Das 49-Euro-Ticket, das hoffentlich am 01. Mai startet, wäre für den VCD der Anlass, ein Sondervermögen für den ÖPNV/SPNV zu realisieren. "Natürlich muss der Bund auch die marode Infrastruktur der Bahn mit milliardenschweren Investitionen fördern. Deshalb ist die Finanzierung des ÖPNV/SPNV nur im Zusammenspiel mit den Ländern zu bewerkstelligen. Wir brauchen dringend die Verkehrswende. Wenn jetzt aber selbst kleine Verbesserungen wie in Alfter scheitern, ist das ein Signal für konzertiertes Handeln," so Bohnet.

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