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Pressemitteilung,
Radverkehr
Köln
Das Fahrrad sichert die Mobilität der Kölner – und bedarf einer besseren Infrastruktur.
Ein kurzer Blick auf die Grafik der Fahrrad-Zählstelle „Hohenzollernring Rad“ reicht aus, um die Streiktage exakt zu identifizieren: Immer dann, wenn mehr als 5.000 zusätzliche Fahrräder gezählt wurden, war Streiktag. An den Zählstellen der Einfallstraßen wie Venloer Straße, Zülpicher Straße oder Kalker Hauptstraße zeigt die Grafik ähnliche Ausschläge an den Streiktagen.
Das Fahrrad sichert die Mobilität der Kölner.
Für den VCD steht fest: Wenn der ÖPNV eingeschränkt ist, entscheiden sich viele Kölnerinnen und Kölner bewusst für das Fahrrad – selbst bei schlechtem Wetter wie beim Streik Anfang Februar. Deshalb können die Radfahrenden zukünftigen KVB-Streiks relativ gelassen entgegensehen, aber nicht nur das: Es ist davon auszugehen, dass von den vielen Menschen, die wegen des Streiks auf das Fahrrad umgestiegen sind, sicherlich etliche dem Fahrrad treu bleiben werden, weil sie festgestellt haben, wie gut das funktioniert hat.
Die Analyse der Streiktage macht damit unmissverständlich deutlich: Das Fahrrad ist längst ein tragender Pfeiler der Alltagsmobilität in Köln geworden: Es ist effizient, braucht wenig Platz und ist preiswert. Die vorhandene Nachfrage übersteigt jedoch an vielen Stellen die vorhandene Infrastruktur deutlich. Engstellen, wie auf der Neumarkt-Südseite, fehlende sichere Führungen und überlastete Routen zeigen, dass die aktuelle Radverkehrsinfrastruktur diesem realen Nutzungsniveau nicht gerecht wird.
Konsequenter Ausbau der Fahrradinfrastruktur ist notwendig.
Die Stadt Köln steht damit vor einer klaren verkehrsplanerischen Aufgabe: Wer eine funktionierende und umweltfreundliche Mobilität will, muss die Infrastruktur für den Radverkehr konsequent ausbauen. Breitere Radwege, sichere Kreuzungen, leistungsfähige Rheinquerungen und durchgängige Netze sind eine Notwendigkeit. Der KVB-Streik hat sichtbar gemacht, dass viele Menschen bereits heute bereit sind, umzusteigen – jetzt muss die Infrastruktur nachziehen.
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Ansprechperson:
Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@
vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722