Köln, Bahn & Bus, Pressemitteilung
Köln

KVB-Streichliste und gleichzeitiges Festhalten am Ost-West-Tunnel passen nicht zusammen

Der VCD-Regionalverband Köln kritisiert einige der geplanten Kürzungen im Kölner Busnetz scharf.

Von der Streichung der Bus-Linien 172 und 173 sind ausgerechnet Verbindungen betroffen, welche die Ost-West-Achse entlasten bzw. bedienen. Statt den ÖPNV auf der Ost-West-Achse im Alltag zu stärken, würden Angebote abgebaut.

Kürzungen statt Verkehrswende

„Hier werden zwei Direktbuslinien gestrichen, während gleichzeitig die Planungen für den milliardenschweren Tunnel für die Ost-West-Achse vorangetrieben werden. Da läuft die Verkehrspolitik der Stadt in die falsche Richtung“, erklärt der VCD-Regionalverband Köln, „Köln bekommt offenbar nicht einmal den heutigen Alltagsbetrieb zuverlässig finanziert – und gleichzeitig sollen Milliarden in ein Prestigeprojekt gesteckt werden. Wer Buslinien kürzt, darf nicht so tun, als sei der Tunnel unter der Ost-West-Achse die Lösung der Verkehrsprobleme.“

VCD fordert Vorrang für verlässlichen ÖPNV

Der VCD fordert grundsätzlich eine klare Prioritätensetzung beim ÖPNV: Rückkehr zum verlässlichen Normalfahrplan, Taktverdichtungen auf stark nachgefragten Achsen und ein schneller oberirdischer Ausbau des Schienennetzes. Dazu gehören unter anderem bessere Anschlüsse für Widdersdorf, Neubrück, Mülheim-Süd, Stammheim, Flittard und Porz-Langel sowie die Barrierefreiheit und Weiterentwicklung der Linie 13.

„Köln braucht keine Verkehrswende auf dem Papier, sondern Busse und Bahnen, die fahren“, so der VCD. „Solange Geld, Personal und Planungskapazitäten fehlen, muss jeder Euro zuerst in den Ausbau des bestehenden Angebots fließen – nicht in eine Tunnelvision, die andere sinnvolle Projekte verdrängt.“

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Ansprechperson:

Hans-Georg Kleinmann (Mitglied im VCD-Vorstand) über info@vcd-koeln.de, mobil: 0163 627 4722

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