Nordrhein-Westfalen

Parkingday 2022: Trotz Wind und Regen viele aktiv dabei

Wunderbare Tage liegen hinter uns, vom 16. bis 18. September wurde in NRW und weltweit der Park(ing) Day gefeiert, an dem sich auch in NRW wieder viele Menschen in zahlreichen Städten beteiligten – von Paderborn, Bielefeld und Münster über Hagen, Dortmund und Bochum bis Düsseldorf und Köln.


Angefangen hat alles im Jahr 2005 in San Francisco. Inzwischen ist in der Regel der dritte Freitag im September weltweit ein Aktionstag zur zeitweiligen kreativen und lebendigen Umwidmung von Parkplätzen. Der VCD beteiligt sich seit Jahren vielerorts aktiv mit fantasievollen Aktionen am Park(ing)day.

Am Freitag in Bochum zeigten z.B. Musik und gute Gespräche auf der Alten Hattinger Straße in Bochum-Ehrenfeld, was man statt zugeparkter Straßen auf Pkw-Stellplätzen alles sonst machen kann, wenn sie nicht durch Autos besetzt sind - allerdings beeinträchtigt von heftigen Regengüssen.

In Dortmund galt auf der teilweise für den Park(ing)Day gesperrten Kaiserstraße das Motto "Zelten statt Parkplatz" (WDR Bericht), zudem wurde z.B. gezeigt, dass auf einem Parkplatz auch 10 Fahrräder Platz haben, statt nur ein Auto.

In Düsseldorf auf der Kö fand neben vielen anderem ein politisches Schneckenrennen statt, das symbolisch zeigen sollte, dass sich bisher keine Partei bei der Verkehrswende richtig bemüht schnell genug voranzukommen. Der Düsseldorfer Express berichtete über das Rennen „Königsallee ohne Autos“ auf der Titelseite. 

Die Hauptverkehrsader Hammer Straße in Münster wurde auf 1,2 Kilometer ab dem Mittag gesperrt und zum "Viertel für Future". Der VCD warb mit vielen anderen Umweltgruppen und Verkehrsinitiativen für eine menschen- und klimafreundlichere Nutzung des Straßenraumes. Es gab Infostände, viele Mitmachaktionen und wer wollte, konnte eine Runde Tischtennis mitten auf der Straße spielen oder sich an einem Kochstand Pasta zubereiten.

Am Samstag organisierte Kultopia Hagen in der Lange Straße in Hagen-Wehringhausen den "Park(ing) Day". Unter Mitwirkung von VCD, des ADFC, des FUSS e.V. und der Verkehrswende Hagen verdeutlichte die Aktion, wie viel Fläche mittlerweile vom Autoverkehr vereinnahmt wird und dass Menschen diese Verkehrsflächen wirklich auch besser nutzen können.

Unsere VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann engagierte sich in Paderborn, und betonte in einem Tweet: „So schön könnte es für Anwohner und Besucher auf der Bielefelder Straße in Schloss Neuhaus, mit dem Wasserschloss im Rücken sein, wenn sie verkehrsberuhigt würde. Statt, Lärm und Abgasen“.

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