Ostwestfalen-Lippe
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Zu Beginn des neuen Schuljahrs steht die Schulwegsicherheit im Vordergrund. Die Kinder sind ja jetzt wieder mehr im Verkehr unterwegs. Der Bielefelder Verkehrsclub VCD meint: Der Appell an die Autofahrenden "Achtung Schulkinder" allein hat bisher an der Unfallsituation wenig geändert. Jedes Jahr kommen konstant rund 100 Kinder im Bielefelder Verkehr zu Schaden - nach der Coronazeit steigen die Zahlen sogar wieder leicht an.
Die neue Straßenverkehrsordnung (STVO) macht den Verkehr besonders für Schulkinder sicherer. Auf vielbegangenen Schulwegen wird jetzt Tempo 30 zur Regel, insbesondere auf Hauptverkehrsstraßen. Gehwege werden verbreitert, mehr Fußgängerüberwege werden ermöglicht. Die Stadtverwaltungen haben nun mehr Entscheidungsfreiheit in der Umsetzung. Die Stadt Bielefeld hatte sich dafür zusammen mit 1000 anderen Städten seit Jahren eingesetzt.
Die neue STVO gilt seit 2024. Wie es aussieht, bekommt jedoch Bielefeld zum neuen Schuljahr noch keine einzige Schulwegsicherung auf dieser Basis. Am Beispiel der August-Bebel-Straße zeigt der VCD die neuen Bestimmungen. Sie ist vielbegangener Schulweg für Schülerinnen und Schüler der Luisenschule und der Hellingskampschule. Zur Zeit gibt es dort bereits Tempo 30 zum Lärmschutz, jedoch nur in den Nachtstunden. Für diesem Schulweg gilt:
"Die Geschwindigkeit ist auch entlang hochfrequentierter Schulwege in der Regel auf Tempo 30 km/h zu beschränken. Dies gilt insbesondere auch auf klassifizierten Straßen (Bundes-, Landes-und Kreisstraßen). "
Tempo 30 sollte zur Schulwegsicherheit auch tagsüber eingerichtet werden. Der VCD meint: Wenn die Schulwegsicherung in Bielefeld zum Schuljahresbeginn leider nicht geklappt hat, sollte sie nun bis zum Jahresende erfolgen!
Er schickt den Schulleitungen und Elternpflegschaften der Grundschulen Infos über die Neuregelung. Vorgesehen ist, dass die Schulen mit dem Amt für Verkehr (Straßenverkehrsbehörde) und der Polizei die Schulwegstrecken für die Temporeduzierungen bestimmen.