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Pressemitteilung

Zebrastreifen – so leicht geht Zukunft

Zebrastreifen – so leicht geht Zukunft

Zebrastreifen sind eine der wirksamsten, preiswertesten und schnell umsetzbaren Maßnahmen für mehr Sicherheit im Fußverkehr.

Sie sichern das Queren von Straßen, ohne den Verkehrsfluss unnötig einzuschränken: Der Autoverkehr muss nur dann reagieren, wenn Menschen die Straße überqueren wollen.

Vielfach kann ein Autofahrer so vorausschauend fahren, dass man gar nicht anhalten muss und damit verbessert sich der Verkehrsfluss deutlich für alle Verkehrsteilnehmer. Fußgänger bekommen sogar eine riesige Verbesserung, denn sie müssen weder bei Hitze noch bei Regen unnötig warten. Im Vortrag von Roland Stimpel (Bundesvorstand von FUSS e.V.) in Kempen haben wir zudem erfahren, dass dies i.a. auch die sicherste Lösung ist.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD Kreisverband Viersen-MG) und FUSS e.V. haben gemeinsam untersucht, an welchen Stellen in Kempen sichere Querungsmöglichkeiten fehlen.

Grundlage der Recherche waren Eintragungen in der FUSS-VerkehrsCheck-App, öffentliche Spaziergänge, drei Spaziergänge mit Roland Stimpel sowie Erfahrungen und Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern.

Das Ergebnis ist eine systematische Auflistung wichtiger Querungsstellen im Stadtgebiet. Einige dieser Stellen können schnell und unkompliziert mit Zebrastreifen ausgestattet werden, andere erfordern weitergehende planerische Überlegungen.

Besonders einfach umsetzbar sind Querungsstellen an Kreisverkehren. Dort gelten unterschiedliche Regeln beim Einfahren und Ausfahren in den Kreisverkehr, was Menschen ohne Führerschein nicht wissen, aber auch bei Menschen mit Führerschein bestehen oft Unsicherheiten. Zebrastreifen könnten hier für mehr Klarheit und Sicherheit sorgen.

Dringenden Handlungsbedarf sehen VCD und FUSS e.V. außerdem am Kempener Ring.

Dort fehlen sichere Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr. Auf den derzeit zweispurigen Abschnitten sind aktuell Zebrastreifen rechtlich und praktisch kaum umsetzbar. Dafür brauche es eine Neuordnung des Straßenraums: entweder durch eine einspurige Verkehrsführung oder – noch besser – durch die dauerhafte Reservierung einer Fahrspur für den Radverkehr mit Begegnungszonen in Kreuzungsbereichen, wie Professor Dr. Monheim für Kempen vorgeschlagen hat.

„Sichere Querungen sind eine Grundvoraussetzung für eine lebenswerte Stadt. Wer zu Fuß unterwegs ist, muss Straßen sicher und ohne große Umwege überqueren können“, betonen die Initiativen.

VCD und FUSS e.V. wollen ihre Vorschläge nun mit Politik und Verwaltung diskutieren und hoffen auf eine schrittweise Umsetzung der identifizierten Querungsstellen.

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