Duisburg
Seit 2,5 Jahren wird die U-Bahn Haltestelle barrierefrei umgebaut. Wir fragen uns seit langem, ob durch die komplette Sperrung des Ausgangs Richtung Friedrich-Wilhelm-Platz nicht ein Rettungsweg fehlt. Wie wird im Gefahrenfall evakuiert?
Nachdem Fragen an DVG und Stadt Duisburg unbeantwortet blieben, eine Anzeige folgenlos blieb, haben wir bei zwei Dezernaten der Bezirksregierung nachgefragt.
Und was passierte? 4 Tage später wurde eine Rettungstür eingebaut, sodass im Notfall der Ausgang benutzt werden kann. Das heißt, dass sich vorher offensichtlich niemand in dieser Stadt mit den Bestimmungen zu Gefahrenabwehr und notwendigen Rettungswegen beschäftigt hat. Kein Rettungskonzept, kein Fluchtplan.
Das ist erschreckend, das ist vollkommen unverständlich. In Duisburg, der Stadt der Loveparade Katastrophe, wird so ein Thema ignoriert? In Duisburg, wo es eine Taskforce zum Thema Brandschutz gibt, die gefährdete Wohnhäuser räumt, hat die Verwaltung eine hoch frequentierte U-Bahn Haltestelle nicht im Blick? Wir hätten eine Menge Fragen an die Stadt, aber es wird uns wieder niemand antworten.
Nun gibt es also eine Rettungstür, aber es gibt immer noch keine Öffnung des Ausgangs. Wenn im Notfall die Treppe benutzt werden kann und am Ausgang an der Kasinostraße das Rollo wieder hochgezogen ist: Warum gibt es dort keine kontinuierliche Möglichkeit, die U-Bahn zu erreichen?