Duisburg
Am 25.1.26 um 19 Uhr zeigen ADFC, Pro Bahn und VCD gemeinsam den Film "Das trojanische Pferd" im ADFC Info Laden auf der Mülheimer Straße in Neudorf. Der Film beleuchtet das Riesenprojekt des neuen Stuttgarter Bahnhofs, das aus vielen Gründen als extrem schwierig bezeichnet werden kann.
Stuttgart 21, der Bau eines Tunnel-Rumpfbahnhofs ist der größte deutsche Ingenieurs-Betrug. Letztlich 20 Mrd. Euro teuer, entwickelt er sich seit 2022ff. immer mehr zum brandgefährlichen Tunnelgau (100 km). Gegner, wie der satirische Bildhauer Peter Lenk, aber auch Befürworter, so die regierenden Grünen, kommen zu Wort. Ein lustiger S 21-Freund stolpert durch den Film.
Der Film schildert die Entstehung des Projekts Stuttgart 21, als reines Immobilen-, Tunnel- und Bauprojekt, als Zerstörung eines bestfunktionierenden Bahnhofs von Anfang an. Neben der Chronologie des Projektes ab 1994 würdigt der Film auch den Widerstand der Stuttgarter Bevölkerung bis zum heutigen Tag.
Insbesondere zeigt er in der zweiten Hälfte, dass die Sache noch nicht gegessen, sondern aufgrund der neuen, immer längeren und gefährlicheren Tunnel, nicht nur unsagbar teuer (schätzungsweise 20 Milliarden Euro), sondern höchst klimaschädlich ist. Der Brandschutz wird von Experten als kriminell bezeichnet und müsste das Projekt scheitern lassen. Die (Stand 2022) geplanten 100 Kilometer Tunnel erhöhen den CO2-Ausstoss um mehrere Millionen Tonnen, dienen hauptsächlich der Zuführung von Passagieren zum vergleichsweise kleinen Stuttgarter Flughafen. Sie entlasten den mit acht Gleisen viel zu kleinen Tunnelbahnhof aber in keiner Weise.
Im Gegenteil, die Verwendung von engen, steil ansteigenden Tunneln und Doppelstockwagen erhöht das Brandrisiko. Gleichzeitig geht die Zerstörung eines der pünktlichsten Hauptbahnhöfe Deutschlands weiter, wird der Autoverkehr aufgrund des unterirdischen Flaschenhalses zunehmen. Eine Fülle von Fakten wird aufgezeigt, neben Experten und Widerständlern kommen auch Fridays-for-Future-Frauen, junge Klimaaktivisten und berühmte Kabarettisten, aber auch die letzten Freunde des Projekts zu Wort. Eine junge Moderatorin (Soraya Abtahi) führt durch den Film. Um die Sache nicht maßlos traurig zu machen, erscheint auch eine Buffo-Figur, Herr Büro (Jörg Zick), der „das bestgeplante Projekt Deutschlands“ verteidigen muss und scheitert. Am Schluss werden Alternativen aufgezeigt.
Präsentation am 25. Januar 2026 ab 19 Uhr im
ADFC - Infoladen an der Mülheimer Straße 91, 47058 Duisburg.
Deutschland 2022
Länge: 90 Min
Genre: Dokumentation
Regie: Klaus Gietinger