Duisburg
Am 24.2.26 haben wir vor der Ratssitzung in einer gemeinsamen Aktion von VDK, Blinden- und Sehbehindertenverein, VCD und Duisburg in WALLung auf die fehlende Barrierefreiheit an vielen Stellen in Duisburg aufmerksam gemacht. Die Ratsmitglieder sollten in einem Parcours selbst ausprobieren, wie es mit Rollator oder Rollstuhl auf einem viel zu engen Gehweg ist, auf dem auch noch ein E-Scooter querliegt.
Die gemeinsame Aktion entstand auf Initiative des VDK und des Blindenvereins, die mit Forderungen nach mehr Barrierefreiheit bislang in dieser Stadt nicht gehört werden. So entstand das breite Bündnis mit der Initiative “Duisburg in WALLung”, die sich für eine lebenswertere Innenstadt einsetzen, und dem VCD Duisburg.
Wir als VCD Duisburg haben uns bereits am HBF und an der Steinschen Gasse für Barrierefreiheit eingesetzt. Denn öffentliche Verkehrsmittel müssen von allen genutzt werden können, unabhängig von Behinderungen oder z.B. einem Kinderwagen. Dasselbe gilt natürlich für Fußwege, auf denen sichere Bewegung für alle möglich sein muss. Deshalb waren wir sehr gerne dabei, um den Ratsmitgliedern deutlich zu machen, dass wir nicht mehr akzeptieren, wie mit dem Thema in Duisburg umgegangen wird.
Vor dem Zugang zur Mercatorhalle, in der die Ratssitzungen stattfinden, haben wir einen Parcours aufgebaut: ein durchschnittlicher Duisburger Gehweg, der immer enger und durch Hindernisse blockiert wird. Ein querliegender E-Scooter, eine Mülltonne, ein Stromkasten nehmen dem Fußverkehr noch die letzten vorhandenen Zentimeter. Da kommen die Fußgängerinnen und Fußgänger dann nicht mehr weiter, es muss auf die Straße oder den Radweg ausgewichen werden. Einige Ratsherren und Ratsfrauen waren so mutig, den Parcours zu machen. Sie waren alle beeindruckt, wie es sich auf dem Gehweg anfühlt, wenn der viel zu eng und blockiert ist, also wirklich kein Durchkommen ist.
Allerdings sind viele der Ratsmitglieder möglichst schnell in die Mercatorhalle verschwunden und hatten kein Interesse am Thema und am Parcours. Was uns gefreut hat: Der Oberbürgermeister Sören Link hat mit uns gesprochen und uns fest zugesagt, dass es zu einem Gesprächstermin mit ihm kommen wird. Auch andere Fraktionen haben uns versprochen, dass sie künftig mit uns über Barrierefreiheit sprechen möchten. Wir bleiben dran! Falls die Gesprächsangebote in Vergessenheit geraten, sind wir vor der nächsten Ratssitzung wieder da!






