Bonn - Rhein-Sieg - Ahr
Bonn - Rhein-Sieg - Ahr
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hält die Kooperationsvereinbarung der Bonner CDU, SPD und FDP für ambitionslos. „Einen Schwerpunkt darauf zu legen, die Adenauerallee wieder vierspurig zu machen ist blinder Aktionismus“ finden der VCD-Vorsitzende Rainer Bohnet und der Vorstand des VCD. „Die Luft ist sauberer, der Lärm geringer geworden, die Raserei auf der Adenauerallee hat aufgehört – ein echter Gewinn für Alle.“
Der Schwerpunkt sei auf die Folgen der geplanten jahrelangen Sperrungen der Rheinschiene zwischen Bonn und Köln zu legen. „Die gemäß Kooperationspapier „kurzfristig zu entwickelten Szenarien“ sind doch bekannt und Erfahrungen im Bahnersatzverkehr liegen vor“ so Bohnet. Der VCD fordert einen durchgehenden Fünf-Minuten-Takt für den Ersatzbusverkehr nach Köln sowie einen Fünf-Minuten Takt für die Stadtbahn zum ICE-Bahnhof Siegburg sowie Beuel- und zwar bis in die Nacht. Dies sei jetzt schon planbar. So abgehängt wie bei den letzten Sperrungen – das dürfe nicht noch einmal passieren. „Oberbürgermeister Déus ist hier in Verantwortung – denn dies ist Chefsache!“
Die von den drei Parteien unterstützte Erweiterung der Nordbrücke und des Tausendfüßlers auf das Doppelte sieht der VCD extrem kritisch. „Der geplante Autobahnausbau zwischen Hardtberg und Geislar ist hinsichtlich Klima, Stadtentwicklung und vor Allem der Gesundheit der Bevölkerung absolut inakzeptabel.“ Die Idee der potentiellen Kooperateure, die Bürgerschaft vor Luftschadstoffen und Lärm des zunehmenden transnationalen Verkehrs mit Lärmschutzwänden zu begegnen, ist nach Ansicht des VCD absurd. „Die Lärmschutzwände verschlechtern das Bonner Klima“.
Positives sieht der VCD aber auch: CDU, SPD und FDP stehen zur Westbahn zum Hardtberg und der den Rhein überspannenden Seilbahn.