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Aachen-Düren

Pontstraße am Scheideweg, Pressemitteilung zum geplanten Umbau

Gemeinsam mit ADFC, U.U.M. und VCD

Der ADFC Aachen, Uni.Urban.Mobil. und der VCD Aachen begrüßen die geplante Neuaufteilung des Straßenraums in der Pontstraße sowie die damit einhergehenden Bestrebungen die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Umweltverbund aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr zu stärken. Derweil warnen die Verbände: Jene Aufwertung sollte nicht zu Lasten des Busverkehrs umgesetzt werden.

 

Die Verwaltung schreibt, dass schon vor der derzeitigen Baumaßnahme die Führung des ÖPNV durch die Pontstraße mit umfangreichen Behinderungen verbunden war [1]. Die daraus resultierenden Fahrzeitverluste und Stresssituationen für das Fahrpersonal könnten mit einer für Einzelhandel und Gastronomie attraktiveren Gestaltung verschärft werden.

Hingegen zeigt die aktuelle Situation während der Baumaßnahme bereits eine tragfähige Perspektive. Aus Sicht der Verbände funktioniert die Busführung über die Wüllnerstraße und die Malteserstraße stabil und zuverlässig. 

„Diese Lösung hat sich im Alltag bewährt. Im Übrigen ist es auch keine neue Idee, sie wurde bereits im Busnetzgutachen von 2013 beschlossen [2]. Heute kann sie eine gute Grundlage für die zukünftige Verkehrsführung bilden.“, so Till Thiemann von U.U.M.

Eine solche Führung des Busverkehrs entlastet zudem die Kreuzung Roermonder Straße/ Pontwall und eröffnet außerdem die Möglichkeit, die Pontstraße schrittweise vom Durchgangsverkehr zu entlasten und den Straßenraum stärker auf die Bedürfnisse von Fußverkehr, Aufenthalt und lokaler Nutzung auszurichten. Gerade im stark frequentierten Pontviertel liegt hierin ein großes Potenzial für eine nachhaltige Aufwertung.

„Wir hören immer wieder das es auf den Gehwegen in der Pontstraße zu eng für Fuß- und Radverkehr ist. Diese Konflikte werden durch die Straßenraumgestaltung erzeugt. Wenn der Bus durch die Wüllnerstraße fährt wäre endlich genug Platz für eine sichere Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn und einen attraktiven Gehweg.“, so Ben Jansen vom ADFC.

Die Verbände unterstützen ausdrücklich, die Ausbauplanung für die Pontstraße zügig weiterzuverfolgen um direkt an die Baumaßnahmen der Regionetz anschließen zu können. Gleichzeitig sollte die zukünftige Verkehrsführung so gestaltet werden, dass sie dem heute schon vorhandenen Bedarf nach mehr Fuß- und Radverkehr gerecht wird.

Langfristig können sich aus einer solchen Entscheidung zusätzliche Chancen für das gesamte Pontviertel bzw. den Campus Mitte und deren städtebauliche Entwicklung ergeben. Auch der Radschnellweg 4 profitiert von einer Führung über die Pontstraße, da er so den Busverkehr nicht kreuzen muss. Die notwendigen Anpassungen im umliegenden Straßennetz sind aus Sicht der Verbände grundsätzlich lösbar und können in weiteren Planungsprozessen entwickelt werden.

Camillo Bertheau vom VCD resümiert: „Es zeichnet sich eine Lösung ab, die viele Interessen zusammenbringt: eine stabilere Busachse vom Bushof bis in den Nordraum der Stadt, eine belastbare Radverbindung und eine attraktivere Pontstraße mit mehr Raum für die Menschen vor Ort. Diese Chance sollte jetzt gemeinsam genutzt werden.“

 

Mit freundlichen Grüßen

C. Bertheau

VCD Aachen-Düren

 

Till Thiemann

Uni.Urban.Mobil.

 

Ben Jansen

ADFC Aachen/Düren

 

[1] Verwaltungsvorlage 

[2] Busnetzgutachten 2015+ 

[3] Vertiefende Informationen

 

 

 

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