Köln, Auto & Straße, Pressemitteilung
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Rekordpreise an der Zapfsäule: Effiziente Mobilität statt Preisdeckel

Die Kraftstoffpreise steigen auf Rekordniveau, zugleich werden Forderungen nach einem staatlichen Preisdeckel laut. Der VCD Köln warnt vor einer kurzfristigen Symptombekämpfung und fordert stattdessen Maßnahmen, die Haushalte dauerhaft entlasten und gleichzeitig den Energieverbrauch im Verkehr senken.

„Ein Preisdeckel setzt den falschen Anreiz: Er stabilisiert den hohen Verbrauch und kostet den Staat viel Geld“, erklärt der VCD. „Wirksamer ist es, Mobilität bezahlbar zu machen und die vorhandenen Autos besser auszulasten.“

Geringe Auslastung der PKWs im Berufsverkehr verursacht viele Probleme

Viele PKWs sind im Berufsverkehr nur mit einer Person besetzt – dabei ließe sich das ganz einfach ändern. Moderne Mitfahr- und Vermittlungsplattformen machen gemeinsames Fahren heute so unkompliziert wie eine Chatnachricht. Eine Fahrt einstellen oder eine passende Mitfahrgelegenheit zu finden dauert oft weniger als eine Minute. Dank klarer Routenangaben, Bewertungen und automatischer Kostenaufteilung ist das Angebot transparent, sicher und für jeden sofort nutzbar.

So können Pendler ihre täglichen Wege mit wenigen Klicks teilen, Spritkosten senken und gleichzeitig Staus vermeiden. Je mehr Menschen diese einfachen digitalen Werkzeuge nutzen, desto effizienter werden die vorhandenen Fahrzeuge ausgelastet – und desto spürbarer sinkt der Autoverkehr auf den Straßen. Das schafft Platz in den Städten, reduziert Emissionen und entlastet die privaten und die öffentlichen Haushalte. Die aktuellen Diskussionen um die Mülheimer Brücke und die Luxemburger Straße würden entschärft.

VCD fordert einen Paradigmenwechsel

Der VCD fordert deshalb einen Paradigmenwechsel: Weg vom Prinzip „eine Person von 80 Kilogramm allein in einem Zwei-Tonnen-Auto“, hin zu geteilter, effizienter und klimaverträglicher Mobilität. Das Land, die Stadt Köln sowie Institutionen wie die IHK müssen Mitfahrangebote unterstützen und bewerben - so wie im Großraum Paris, wo täglich 900.000 Menschen Mitfahrangebote nutzen, die von der öffentlichen Hand gefördert werden: Fahrgäste fahren teils kostenlos und Fahrer erhalten finanzielle Anreize.

Parallel dazu muss der ÖPNV gestärkt und sichere Wege für den Rad- und Fußverkehr ausgebaut werden. So entsteht echte Entlastung – unabhängig vom nächsten Preissprung an der Zapfsäule.

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