Die Stadt Düsseldorf hatte dem VCD Düsseldorf im Vorfeld der Aufstellung des neuen Nahverkehrsplans einen Fragebogen für Anregungen zugeschickt, eine gute Sache. Der VCD hat als Fahrgastverband die Interessen der Fahrgäste konsequent im Blick. Die vom VCD angemeldeten Wünsche sind hier zu finden, wobei auch regionale Wünsche an den VRR dabei sind.
Hier ist der Link (PDF) zur überarbeiteten ausführlichen Stellungnahme.
Einige Punkte daraus:
- Die weitere Planung der Stadtbahn U80/ U81 im Lichte der neuen Sparzwänge neu aufstellen, vorrangig die Rheinquerung realisieren, dafür doch den VCD-Vorschlag der Messe-Seestern-Linie aufgreifen. Zweites großes Projekt sollte die Anbindung von Uni Mitte sein. Daneben sind ein Haltestellenprogramm (s.u.) und störungsfreie Strecken (s. unten) wichtig.
- Regionalverkehr einbeziehen (im VRR): die S-Bahnen zügig realisieren (Ratinger Westbahn, Regiobahn Kaarst – Viersen, Erftbahn) und ein erweitertes Schnellbus-Netz.
- Das „10-Minuten-Netz“ soll als Premium-Angebot besonders hervorgehoben werden, das ist das ziemlich dichte Netz der Bahn- und Buslinien(-Paare) in Düsseldorf, das tagsüber im 10-Minuten-Takt bedient wird und damit ohne Fahrplankenntnis spontan nutzbar ist. Außerdem das Netz generell transparenter ordnen und den Nachtverkehr erweitern.
- Bedarfsverkehr muss ein flächendeckendes inklusives und zuverlässiges Angebot von Tür zu Tür schaffen, besonders für Mobilitätsbehinderte, in Kooperation mit Taxi und enger Verknüpfung mit dem Linienverkehr für eine integrierte und wirtschaftlich tragfähige Lösung.
- Aufwertung der Haltestellen, insbesondere bei der Stadtbahn und großen Umsteigeknoten, u.a.: guter Wetterschutz für alle (!) Wartenden, mehr Komfort an Knotenpunkten (von guter Wegweisung bis evtl. zu einem geschützten Warteraum), Überdachung der U-Bahn-Zugänge.
- Barrierefreiheit im Bahnverkehr realisieren, dabei Priorität für Hochbahnsteige (Linien U75, U76) an den großen Knotenpunkten (u.a. Belsenplatz und Vennhauser Allee) und für S-Bahnhöfe (VRR).
- Mehr Fahrzeug-Kapazität mit ausreichend Platz-Reserven, v.a. für die Wehrhahnlinie (und für RE/RRX-Linien der Bahn).
- Verbesserungen der Fahrgastinformation von der Wegweisung und Information an Haltestellen und im öffentlichen Raum bis zur Modernisierung der digitalen Fahrplanauskunft.
- Störungsfreie Straßenbahn-Strecken und Ampelvorrang weiter umsetzen (es geht nicht um „Beschleunigung“, sondern um Zuverlässigkeit).
- Aktive Mobilitätsgarantie, d.h. der Verkehrsbetrieb kümmert sich um die Organisation und die Bezahlung des Ersatzverkehrs (Taxi) bei Störungen, ohne Vorleistung und Anträge der Fahrgäste.
Der VCD wird sich noch ausführlicher mit Wünschen und Ideen aus Fahrgastsicht zum Nahverkehrsplan beschäftigen. Über Mitarbeit zu diesem wichtigen und interessanten Thema freuen wir uns, falls sich mehrere Interessierte melden (info@
vcd-duesseldorf.de oder beim nächsten Monatstreffen), können wir eine (Online-)AG einrichten.