Dortmund - Unna
Der VCD ruft gemeinsam mit dem BDA Dortmund Hamm Unna und Fridays for Future Dortmund sowie weiteren Verbänden für Freitag, 30.10.2026, um 18.00 Uhr zu einer Fahrrad-Demonstration auf. Der Anlass: Wir werben für unsere Forderung eines Ausbaumoratoriums der B1 im Bereich Stadtkrone Ost und wollen dafür Öffentlichkeit herstellen.
Die Demonstration startet in der Innenstadt, Treffpunkt ist am Südwall. Der Demonstrationsweg führt dann mit Fahrrädern über die Märkische Straße zur B1 bis zum Abschnitt des vorgesehenen Ausbaus. Nach einer Kundgebung dort, nahe der B1-Zufahrt P+R Gottesacker/Hauptfriedhof, führt die Route über die B1, die B236 und den Tunnel in Dortmund Wambel wieder zurück in die Innenstadt. Bei der Kundgebung am Gottesacker wird auch Lorenz Redicker vom VCD eine kurze Rede halten.
Dem Demonstrations-Aufruf von BDA und Fridays for Future haben sich der VCD Dortmund-Unna und weitere Verbände, Vereine und Gruppen angeschlossen. Mitunterzeichner sind u.a. ADFC Dortmund, Architects for Future Ruhrgebiet, Befürworterkreis Neue Platanen für Dortmunds Lebensader, BUND Dortmund und das Klimabündnis Dortmund.
Wir sind überzeugt: Dortmund hat mit der B1-Allee eine besondere Straße, die es innerorts zu schützen und weiter zu entwickeln gilt – keinesfalls aber zu einer Stadtautobahn entlang 12-Meter-hoher, beschmierter Lärmschutzwände. Ein Ausbaumoratorium würde Zeit für überfällige Anpassungen der Planung ermöglichen.
Anlass
Der Ausbau der A40 Richtung Unna ist bereits weit fortgeschritten, meterhohe Lärmschutzwände wurden bereits stadtauswärts fertig gestellt – und sind dort auch bereits großflächig mit Graffitis „verschönert“ worden. Nächstes Jahr soll dann der Ausbau der A40 mit dem 3. Bauabschnitt an der Stadtkrone Ost fortgeführt werden. Die derzeitige Stadtstraße B1 würde dann zur Autobahn mit Tempo 130 km/h stadtauswärts und 100 km/h stadteinwärts – mit allen daraus folgenden Konsequenzen: Riesige Lärmschutzwände von einer Höhe bis zu 12 Meter müssten für viele Millionen Euro Steuergelder dort gebaut werden, der Hauptfriedhof und angrenzende Gebäude verschwänden vermutlich hinter beschmierten „Monsterwänden“. Die optische Verunstaltung des östlichen Stadteingangs wäre besiegelt.
Verkehrstechnisch ist der Ausbau dabei völlig nutzlos, die Ausbauplanung ist nämlich ein veraltetes Teilstück aus der Zeit der B1-Tunnelplanung. Wo früher der B1-Tunneleingang vorgesehen war, kommt nun aber das Ortsschild mit Tempo 50. Weshalb sollte man kurz davor auf 100 km/h beschleunigen? Eine Änderung der Ausbau-Planung durch Straßen NRW erfolgte nach dem „Tunnel-Aus“ leider nicht, der Realitätsabgleich wurde verpasst.
Ziele
Der BDA Dortmund Hamm Unna, Fridays for Future Dortmund, der VCD und die weiteren o.g. Verbände plädieren für diesen städtisch geprägten Abschnitt der B1 für eine Ausbaugeschwindigkeit von 60 km/h wie heute. Dies würde die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen massiv verringern. Die so gesparten Finanzmittel sollten stattdessen zur Ertüchtigung und Erneuerung der begleitenden Fuß- und Radwege entlang der B1 und für Ergänzungen von Alleebäumen genutzt werden. Ziel muss die Stärkung und Wiederherstellung der B1 als Stadtallee sein und nicht eine nutzlose Aufrüstung zur Autobahn.
Der VCD Dortmund-Unna setzt sich daher für ein Ausbau-Moratorium ein. Damit soll die Ausschreibung der Maßnahme 3. Bauabschnitt, die für 2027 vorgesehen ist, zunächst pausieren. Dies würde eine Überprüfung und Anpassung des A40-Ausbaus ermöglichen. Noch könnte so eine sinnlose Steuergeld-Verschwendung gestoppt werden.