Bonn - Rhein-Sieg - Ahr
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Pressemitteilung: Eine temporäre Seilbahn – Lösung für die aktuellen Verkehrsprobleme?

Kann eine provisorische Seilbahn helfen, die aktuellen Verkehrsprobleme angesichts der ausgefallenen Nordbrücke verringern? Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert dazu auf, die Möglichkeit rasch zu prüfen.

 Der VCD schlägt dazu eine Trasse ohne Belastungen für Anwohner vor, die im Norden der Stadt Bonn an der Niederkasseler Straße nahe der gesperrten Nordbrücken-Auffahrt beginnt und linksrheinisch in Bonn-Castell endet.

Folgende vier Probleme sind bei dieser Prüfung zu betrachten und zeitnah zu lösen:

1. Eine provisorische Seilbahn mit einer Förderleistung von 3.000 bis 4.000 Personen pro Stunde ist binnen sechs bis neun Monaten zu erstellen und kann auch schnell wieder abgebaut werden, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Das hat sich bei der Bundesgartenschau in Mannheim gezeigt. Die vorgeschlagene Seilbahn wäre 1,45 km lang.

2. Finanzierung: Für den Bau und Abbau einer temporären Seilbahn dürfte ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag ausreichen (zumal angesichts ihrer Wiederverwendbarkeit); hinzu kommt ein ebenfalls niedriger einstelliger Millionenbetrag pro Betriebsjahr für den Betrieb. Die Politik – Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis, vor allem Land NRW und Bund – müssten sich auf die Finanzierung verständigen, wobei wir insbesondere den Bund durch das Versagen der Bundesautobahn in der Finanzierungsverantwortung sehen. 

3. Genehmigung: Da es sich um eine temporäre Seilbahn handelt, muss die Seilbahn mittels einer Ausnahmegenehmigung errichtet werden.

4. Bedarfsanalyse und Einbindung in den übrigen Verkehr: Um eine nachhaltige Entlastungswirkung zu erzielen, ist die Einbindung der temporären Seilbahn in die aktuell möglichen bzw. notwendigen Verkehrsströme notwendig, die rasche Einschätzung durch einen Verkehrsfachmann nötig. Rechtsrheinisch ist die Einbindung an der Niederkasseler Straße nahe dem aktuell rechtsrheinischen Ende der A 565 ideal, für Autofahrer wie auch für Busse aus dem gesamten rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und insbesondere von Niederkassel und Sankt Augustin aus. Dort müsste auch ein großer Park-and-Ride-Parkplatz geschaffen werden. Linksrheinisch ist die Lage der Seilbahnstation am Rheinufer für Radfahrer ideal. Relativ nahe sind zwei Haltestellen der Straßenbahnlinie 61, und ein Sonderbusverkehr über die Römerstraße könnte Pendler noch rascher südwärts zum Bertha-von-Suttner-Platz (Umsteigemöglichkeiten) bzw. weiter über die Adenauerallee zum Bundesviertel, dort mit dem Umstieg auf die Stadtbahnlinien 16/63/66, bringen.

"Es ist dringend notwendig, in der historischen Ausnahmesituation, in der sich Bonn und die Region derzeit befinden, kreativ zu denken und zu handeln. Deshalb sollte unser Vorschlag kurzfristig und ernsthaft geprüft werden," so der VCD-Vorsitzende Rainer Bohnet. 

Rückfragen: 

Rainer Bohnet
Tel.: 0172 - 6242453

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