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Müngstener Brücke

Die Müngstener Brücke hat als einzigartiges technisches Kulturdenkmal und höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands bundesweite Relevanz. Es existiert sogar das Bestreben die Brücke als europäisches Kulturdenkmal anzuerkennen. Von verkehrspolitischer Relevanz ist, dass die DB Netz AG versuchte, die Kosten der Instandhaltung zu sparen und statt dessen die Brücke durch einen bundesfinanzierten Neubau zu ersetzen.

Die Müngstener Brücke wurde 2009 gesperrt nachdem die Statik wegen Korrosionsschäden nicht mehr sicher erschien. Daraufhin wurde die Brücke statisch neu berechnet mit der Hoffnung, dass sie für die leichten Fahrzeuge der Regionalbahn (RB 47 mit VT628, ab 15.12.2013 Betrieb durch Abellio neu als S7) wieder zugelassen würde. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass für eine Wiederzulassung erhebliche Restaurierungsarbeiten erforderlich geworden wären.

Daraufhin versuchte die DB Netz AG als Eigentümer der Brücke die Restaurierungskosten durch einen Neubau, bei dem die Kosten zu ca. 50% vom Bund übernommen worden wären, zu vermindern. Mithilfe des Gutachtens konnte das Gerücht, das Material sei ermüdet, entkräftet werden. Daraufhin wurde die DB Netz AG mithilfe der Lokal- und Landespolitik überzeugt, dass die Brücke als technisches Kulturdenkmal unbedingt erhalten werden muss.

All das führte letztlich dazu, dass die DB Netz AG ca. 30 Mio. € für die Renovierung bereit stellte und mit den Arbeiten im Sommer 2013 begann.

Derzeit wird die Fahrbahnbrücke demontiert und durch eine Neukonstruktion ersetzt. Ziel ist eine Achslast von 21,5 t bei beschränktem Zuggewicht zuzulassen. Damit würden nach der Fertigstellung der Brücke auch wieder Dampfzugsonderfahrten zum Brückenfest möglich.

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