Nordrhein-Westfalen

Radverkehr, Auto & Straße, Bahn & Bus, Fußverkehr, Luftreinhaltung, Verkehrspolitik

Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ NRW gestartet – der VCD ist dabei!

Ziel ist 25 % Radverkehr in 2025 und ein Fahrradgesetz zur Umsetzung.

Wir wollen die Mobilitätswende und die bekommen wir nur, wenn die Bedingungen und Angebote im ÖPNV und Radverkehr deutlich besser werden. Es passiert zwar einiges in diesen Bereichen, aber wir brauchen eine viel größere Dynamik und Umsetzungsgeschwindigkeit!

 

Deswegen hat der Radkomm e.V. in Kooperation mit dem ADFC NRW und einem breiten Aktionsbündnis, wozu auch der VCD NRW gehört, die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad NRW initiiert. Gemeinsam erfolgte der offizielle Start am 16. Juli auf der RADKOMM in Köln. Seitdem werden fleißig Unterschriften gesammelt, von VCDlern u.a. beim Mobilitätstag in Düren, dem „Tag des guten Lebens" in Köln, bei Fahrrad-Stern­fahrten und am Critical Mass - Tag in vielen Städten. Damit der Landtag das Thema behandeln muss, sind 66.000 Unterschriften aus NRW nötig. Die bereits erfolgreichen Radentscheide machen Mut – mehr Radverkehr für lebenswerte Städte und Gemeinden!

Der Landesvorstand ruft alle VCD-Gliederungen auf, sofern nicht bereits geschehen, dem Aktions­bündnis beizutreten und die Volksinitiative aktiv zu unterstützen.

Die Akteure der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad sind die Initiatoren, der RADKOMM e.V. und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) NRW, und ein breites Aktionsbündnis, dem bereits mehr als 70 Akteure aus den Bereichen Umwelt und Verkehr angehören. Dies sind neben dem VCD NRW u.a. auch BUND NRW, NABU NRW, LAG 21 NRW, Institut für Kirche und Gesellschaft, Robin Wood sowie Orts- und Kreisverbände von ADFC und VCD und lokale Initiativen. Das Instrument des Radentscheids und der Fahrrad-Initiativen versteht sich als „Mobilitätswende von unten" und hat seinen Ursprung in Berlin. Dort wurde am 28. Juni 2018 nach erfolgreichem Radentscheid das erste deutsche Fahrradgesetz in Form eines „Mobilitätsgesetzes" beschlossen. Dies wollen wir auch für NRW erreichen.

Auftakt auf der RADKOMM 2018

Nach Fortschreiten des Diesel-Skandals, möglichen Fahrverboten in Städten, immer neuen Stau-Rekorden in NRW kann es in Nordrhein-Westfalen so nicht weiter­gehen:
„Unsere Städte platzen aus allen Nähten, der Verkehr wird immer mehr, Stress und Parkplatzmangel gehören zur Tagesordnung. Wie die Statistik zeigt, fallen etwa 50 Prozent aller Autofahrten auf den kurzen Strecken an, also auf Fahrten bis fünf Kilometer. Genau diese Fahrten lassen sich problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen. Kopenhagen und die Niederlande machen seit Jahren vor, wie es geht. Wenn sich die Menschen auf dem Fahrrad sicher fühlen und die Infrastruktur in Form von guten und komfortablen Radwegen vorhanden ist, kann das Fahrrad ein Teil der Lösung sein. Die Mobilitätswende ist längst über­fällig. Mit der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad soll ein Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen in greifbare Nähe rücken. Ein bisher beispielloses Aktionsbündnis will den Akteuren in Politik und Verwaltung zeigen, wie viele Menschen in NRW sich eine Mobilitätswende wünschen", betonte Ute Symanski, Vorsitzende der RADKOMM e.V., die Idee beim Start der Volksinitiative.

Die Volksinitiative hat dazu folgende neun Forderungen formuliert:


1)    
Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen

2)     NRW wirbt für mehr Radverkehr

3)     1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr

4)     300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr

5)     Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen

6)     Mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden

7)     Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr

8)     Fahrradparken und E-Bike Stationen

9)     Förderung von Lastenrädern

Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur überfällig

„Ein Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur ist in NRW lange überfällig. Das Fahrrad braucht eine gute Infrastruktur für den Alltag, gute Wegenetze und ausreichend Stellplätze. Hier kann das Land noch sehr viel mehr leisten: Radschnellwege, Radwege an Bundes- und Landstraßen u.v.m. Ebenso müssen sowohl auf Landesebene wie für die Kommunen deutlich mehr Finanzmittel für den Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Zudem braucht der Landesbetrieb Straßen.NRW dringend eine Fahrradabteilung.“ sagte VCD Landesvorstandsmitglied Ralph Herbertz bei der Auf­taktpressekonferenz.
Albrecht Buscher (ebenfalls Landesvorstand) ergänzte: „Der VCD NRW unter­stützt den Aufbruch Fahrrad NRW – viele Aktive in den Orts- und Kreisverbänden werden sich mit Engagement an den Unterschriftenaktionen beteiligen und helfen, Sammelstellen einzurichten. Es geht neben der Verbesserung der Situation in den Städten auch darum landesweit in kleineren Städten und Gemeinden die Fahrradnutzung als wichtiges Verkehrsmittel z.B. für die Nahversorgung zu ver­bessern. Wir rufen daher die Orts- und Kreisverbände des VCD in NRW auf, den Aufbruch Fahrrad und die Einrichtung von Sammelstellen aktiv zu unterstützen." 

"Helft mit neue Radwege ins Land zu tragen"

Die Volksinitiative ist ein Instrument der direkten Demokratie in Deutschland. Um eine Volksinitiative erfolgreich durchzuführen, müssen die Initiatoren eine festgelegte Zahl an Unterschriften (66.000 in NRW) von in NRW wahlberechtigten Unterstützerinnen und Unterstützern vorlegen. Das Aktionsbündnis sucht deshalb Interessierte, die beim Sammeln von Unterschriften mithelfen, denn wir wollen das Mindest­quorum übertreffen. "Gemeinsam können wir es schaffen, dass die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad das ganze Land NRW bewegt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du die Volksinitiative unterstützen kannst": Zur Website "Aufbruch Fahrrad".

VCD Video-Aufruf:
Aufbruch Fahrrad "Helft mit neue Radwege ins Land zu tragen":
Wir sind dabei!

Zugabe bitte!

Es fehlen noch Sammelstellen für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad NRW, besonders in kleineren Städten und Gemeinden. Täglich kommen in den Städten neue Sammelstellen für Unterschriftenlisten hinzu. Durch Eure Unterstützung helft Ihr, ein Gesetz für bessere Fahrrad-Infrastruktur in NRW anzuschieben.

Video-Aufruf:
"Zugabe bitte - es werden noch Sammelstellen für den Aufbruch Fahrrad gesucht!"

Video-Aufruf:
Landesdelegiertenkonferenz am 8.9.2018 in Düsseldorf 



Ansprechpartner beim Landesvorstand sind Ralph Herbertz und Albrecht Buscher.

zurück