Nordrhein-Westfalen

Verband

Jahreshauptversammlung 2019

Neuer Vorstand des VCD

Der neue Kreisvorstand des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ist gewählt. Er wird aufgrund einer Satzungsänderung erstmals zwei Jahre im Amt sein. Vorsitzender ist weiterhin Rainer Bohnet. Seine Stellvertreter sind Thomas Möbius und Siegfried Wohlfahrt. Kassenführerin ist Mechthild Hegemann. Und Besitzer*innen sind Klaus Hoffmann, Raphael Holland und Petra Ziegler. Mit rund 1300 Mitgliedern ist der VCD-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg/Ahr einer der größten VCD-Kreisverbände Deutschlands.

Seit rund einem Jahr werden in Bonn die unterschiedlichen Maßnahmen im Rahmen der Lead-City diskutiert. Darauf wies VCD-Vorsitzender Rainer Bohnet hin und ergänzte: "Bisher ist die Investition der vom Bund bereitgestellten Mittel in Höhe von 38 Mio. EUR suboptimal verlaufen. Denn das 365-Euro-Ticket verkauft sich nur sehr schleppend und die Werbung dafür lief viel zu spät an."

Begrüßt wird seitens des VCD die Planung zum Bau einer Stadtbahn von Bonn über Niederkassel nach Köln, die insbesondere vom Rhein-Sieg-Kreis engagiert vorangetrieben wird. Bohnet: "Für uns ist wichtig, dass die geplante Rheinquerung zwischen Niederkassel und Köln-Godorf für die Stadtbahn ausdrücklich auch ohne Straßenbrücke positiv gewertet wird."

Im Jahr 2019 wird sich der VCD mit der dringend notwendigen Verkehrsvermeidung befassen, die in der Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik seit Jahren kaum eine Rolle spielt. "Dabei kommt der Zusammenführung von Arbeit und Wohnen, der Eindämmung der Eltern-Taxis vor Kitas und Schulen und dem Mobilitätsmanagement eine große Bedeutung zu," bemerkte Bohnet. Darüber hinaus plant der VCD im Laufe des Jahres 2019 mehrere öffentlichkeitswirksame Aktionen, mit denen er auf 25 Jahre Stillstand beim Bau neuer kommunaler Schienenstrecken aufmerksam machen möchte. Bohnet: "Dieser Stillstand ist ein verkehrspolitischer Offenbarungseid!"

Bundes- und landespolitisch mischt sich der Bonner VCD ebenfalls ein, wenn er z.B. fordert, die Stellplatzverordnung für Neubauten von Gebäuden um die Vorschreibung von Fahrradabstellplätzen erweitern will und bezüglich der Krise der Deutschen Bahn AG eine zweite Bahnreform fordert.

Michael Adler, Chefredakteur der "fairkehr", sorgte für einen motivierenden Input. Sein Vortrag skizzierte viele Handlungs- und Kommunikationsfelder in der Verkehrs-, Umwelt- und Stadtentwicklungspolitik.

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