Nordrhein-Westfalen

NRW, Bahn & Bus, Verkehrsplanung, Pressemitteilung

Idee für neuen S-Bahn-Halt sehr positiv bewertet

Bei dem Diskussionsabend zum möglichen S-Bahn-Halt an der Pferdebachstraße diskutieren alle Teilnehmenden sehr positiv über das Projekt. Die Fakten wussten zu überzeugen.

Am 06.12. hatten der VCD und das Initiativ-Labor der Universität Witten/Herdecke zu einem Diskussions- und Informationsabend über einen möglichen S-Bahn-Halt an der Pferdebachstraße in Witten eingeladen. Dr. Andreas Redecker, Experte für Geographische Informationssystem am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum und Vorstandsmitglied im VCD Ennepe-Ruhr, hatte mehrere Analysen des Standortes durchgeführt. Diese wurden den 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung durch Poster vorgestellt. Die Fakten wussten zu überzeugen:

  • Der auf einem realen Fußweg von 1.200m basierende Einzugsbereich des neuen Haltepunktes würde perfekt in die Erschließungslücke zwischen Annen-Nord und Hauptbahnhof passen,
  • in diesem Gebiet gibt es 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner,
  • und rund die doppelte Anzahl an Menschen hätte einen kürzeren Weg zu einem S-Bahnhalt in Witten.

Groß überzeugen musste man die anwesenden Personen allerdings nicht. Für anwesende Familien aus der Rebecca-Hanf-Straße, Danziger Straße und vom Sonnenschein würde dies eine erhebliche Fahrzeitverkürzung zur Arbeit bedeuten, bzw. die Möglichkeit liefern das Auto abzuschaffen. Die Studierenden würde sich über deutliche kürzere Pendelzeiten, bzw. sogar kürzere Anfahrtszeiten aus dem Bereich der Innenstadt freuen.

„Diese neuen Berechnungen sind klasse, aber das Projekt war schon in den 90er-Jahren wirtschaftlich“. So kommentierte dies Verkehrsplaner Andreas Müller. Leider gab es aber immer wieder Umbrüche, so z.B. die Privatisierung der Bahn, dass dieses Projekt immer wieder durch die Bahn gestoppt und dann nicht genug politischer Druck entstanden sei, um weiter zu machen. Man müsse nun also die Initiative der Bahn aufgreifen. Dies bekräftigten auch die anwesenden politischen Vertreter von Piraten und Linken. Verkehrsausschuss und Verwaltung müssten jetzt diese Initiative aufgreifen und Witten sich als erster bei der Schlange der für mögliche Fördermitteln für so einen Halt anstellen.

Björn Frauendienst, Vorsitzender des VCD Ennepe-Ruhr, fasste am Ende der Veranstaltung zusammen: „Der Halt ist also im Flächennutzungsplan schon lange vorgesehen, er ist in der Nachfrageberechnung sinnvoll, Anwohnerinnen, Anwohner, Krankenhaus und die Universität würden erheblich profitieren und es gibt hier und auch im Vorfeld fast nur positive Rückmeldungen……dann sehen wir uns hoffentlich bald am S-Bahn-Halt Universität“, denn so, wusste Planer Andreas Müller zu berichten, wurde sogar schon in den 90er-Jahren die Namensfestlegung für den Halt beschlossen.

Hier gibt es die beiden wichtigsten Kartendarstellungen:

Einzugsbereich S-Bahn-Halt

Einwohnerinnen und Einwohner im Einzugsbereich

 

 

zurück