Nordrhein-Westfalen

Verkehrspolitik, Verband

Dieselfahrverbote sind die Folge einer ignoranten Politik

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gegrüßt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, auf dem Belderberg und der Reuterstraße Fahrverbote für Dieselfahrzeuge anzuordnen. "Es ist bemerkenswert, dass das Verwaltungsgericht die Belange der Umwelt und die Gesundheit der Menschen höher einstuft, als das Bedürfnis nach Mobilität," stellt der VCD-Kreisvorsitzende Rainer Bohnet zustimmend fest.

Es ist für den VCD jetzt unabdingbar, den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, auf Busse und Bahnen und das Fahrrad energisch voranzutreiben. Bohnet: "Die Stadtwerke Bonn (SWB) und die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sollten eine machtvolle Einkaufsgemeinschaft für E-Busse gründen und damit Druck auf die Automobilindustrie ausüben, um endlich wettbewerbsfähige und preiswerte Busse mit Elektroantrieb kaufen oder leasen zu können."

Darüber hinaus fordert der VCD die Bundesregierung auf, das ab dem 01. Januar 2019 geplante 365-Euro-Ticket durch eine verbesserte Finanzunterstützung zum regionalen Ticket mit Einbezug des Rhein-Sieg-Kreises aufzuwerten und die Förderphase angesichts der heutigen Gerichtsentscheidung zu verlängern bzw. zu verstetigen. "Und die Handwerker, die jetzt mit ihren Dieselfahrzeugen schlechte Karten haben, sollten mit Hilfe der Bundesregierung die Chance bekommen, schnell und preiswert auf Elektroautos umzusteigen. Vielleicht wäre diesbezüglich eine Kooperation mit der Deutschen Post AG sinnvoll, die ihre Zustellfahrzeuge erfolgreich auf E-Mobilität umgestellt hat."

zurück