Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung

Breites Bündnis für Einrichtung temporärer Radspuren

Ein breites Bündnis Kölner Organisationen hat mit der Einrichtung einer temporären Radspur vom Aachener Weiher bis zur Richard-Wagner-Straße gezeigt, wie nachhaltige Mobilität – gerade in Krisenzeiten – sinnvoll unterstützt werden kann.

 

Am Samstag, den 16. Mai 2020 konnten Kölner Radfahrende bei bestem Wetter ein kleines Stück unbeschwertes Radeln in die Innenstadt genießen. Vom Aachener Weiher bis zur Moltkestraße war die rechte von drei Kfz-Fahrspuren für Autos gesperrt und wurde dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Möglich gemacht hat dies ein breites Bündnis Kölner Organisationen: ADFC, Agora, Kidical Mass, Radkomm, Ring Frei, VCD und anderen.

Dieses sonst sehr holprige Stück Fahrradinfrastruktur birgt gleich mehrere Konfliktpunkte, welche so sorglos umfahren werden konnten. Querende Spaziergänger auf dem geteilten Fuß- und Radweg, Behinderung durch Laternen- und Ampelmasten, die fehlende Aufstellfläche an der Fußgängerampel sowie der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Moltkestraße wurden zugunsten aller Verkehrsteilnehmer deutlich entschärft.

Durch die Aktion konnte wirkungsvoll gezeigt werden, welch enormes Potential sogenannte Pop-Up Radspuren haben können. Sie lassen sich schnell einrichten, entzerren Konfliktpunkte und bieten sowohl Radfahrenden als auch Fußgängern jeweils ausreichend Raum.
Gerade jetzt, in Zeiten, in denen viele Straßen ohnehin wie leergefegt erscheinen, fordert der VCD mehr Platz für Radfahrende und Fußgänger*innen. Verfügbare Straßenquerschnitte müssen gerecht zwischen den Verkehrsteilnehmer*innen aufgeteilt werden und das nicht nur in Planungen sondern auch ganz konkret im Hier und Jetzt.
 

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