Nordrhein-Westfalen

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A46/B7n-Weiterbau: Kritische Begleitung der Bürgerbeteiligung

Der VCD wirkt bis auf Weiteres beim neuen Verfahren der Bürgerbeteiligung für den geplanten Lückenschluss der Autobahn A46 (Hemer - Menden) und der neuen Bundesstraße B7n (Menden - Arnsberg/Neheim) mit. Wir sind grundsätzlich weiter gegen dieses Fernstraßenprojekt, möchten aber mit viel Kritik Einfluss nehmen auf die Trassengestaltung.

Im Herbst 2018 wurde ein neuer Anlauf in der sich schon mehr als 45 Jahre hinziehenden Planung des Lückenschlusses der Autobahn A46 zwischen Iserlohn/Hemer und Arnsberg-Neheim gestartet.

Das "neue" Projekt heißt nun "46sieben" und besteht aus einer 4-streifigen Autobahn bis Menden mit einer  Verlängerung als 3-streifige Bundesstraße bis Arnsberg/Wickede/Ense.
Mehr Details gibt es auf der Projektseite von Staßen.NRW:
Projekt 46sieben | Straßen.NRW

Eine gute Auflistung von Argumenten der Projektgegner gibt es hier:
Mendener Erklärung - Für eine Region ohne Autobahn

Am 27.11.18 fand ein erstes Gespräch zwischen Vertretern des VCD Hagen-MK und Straßen.NRW in Hagen statt. Wir machten darin deutlich, dass der VCD im Grunde weiterhin diesen Fernstraßen-Lückenschluss ablehnt. Wir halten den Weiterbau in der geplanten Form nicht für nötig. Aus unserer Sicht überwiegen die sicher eintretenden Nachteile (v. a. Landschaftszerstörung) die vermuteten/erhofften/versprochenen Vorteile (v. a. Entlastung der Ortsdurchfahrten).

Unsere Position im Beteiligungsverfahren teilten wir Straßen.NRW nach dem Erstgespräch wie folgt mit (Textauszug):

"[....]

Wir begrüßen grundsätzlich den Neuanlauf der Planungen und die über das rechtlich notwendige Maß hinausgehende frühe Bürgerbeteiligung. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass es auch weitergehende Mitsprachemöglichkeiten zum Gesamtprojekt statt einer bloßen Trassendiskussion gegeben hätte.

Die Umsetzung des Projekts 46-sieben ist keine Forderung und auch kein Wunsch des VCD. Deswegen werden wir dieses Straßenbauvorhaben nicht aktiv unterstützen.

Die bisherigen Pläne zum Weiterbau der A 46 (einschl. der uns bekannten Trassenvarianten) lehnten und lehnen wir ab.

Wir akzeptieren jedoch bis auf Weiteres die aktuelle Situation, dass ein rechtlich verbindlicher Auftrag zur Planung und ggf. zum Bau des Fernstraßenlückenschlusses besteht.

Um unsere Vorstellungen bei den Planungen einbringen zu können, sind wir bereit, vorerst im Rahmen der Bürgerbeteiligung des Projekts weiter mitzuwirken.

Ob wir schließlich dem Vorhaben A46-sieben zustimmen können, hängt ab von

  • der Trassenführung und -gestaltung und deren Auswirkungen auf Landschaft und Siedlungen
  • den Folgen für die anderen Verkehrsarten (Rad, Bahn und Bus, Zu-Fuß-Gehen inkl. Wandern)
  • den Maßnahmen zum Ausgleich der Eingriffe in die Landschaft und der sonstigen Beeinträchtigungen für Natur, Siedlungen/Wohngebiete, Naherholung usw.

Wir behalten uns vor, jederzeit aus der Beteiligung wieder auszusteigen, falls wir unsere Ziele einer umweltverträglichen und alle Verkehrsarten ausreichend berücksichtigenden Planung nicht erfüllt sehen.

Alle für uns inhaltlich wichtigen Punkte werden wir im weiteren Verlauf des Verfahrens zur Sprache bringen. [....]"

 

 

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