Nordrhein-Westfalen

Bahn in OWL

In den kommenden 10 Jahren werden 86 Milliarden Euro in das deutsche Schienennetz investiert. Bundesverkehrsminister Scheuer hat deshalb besonders hohe Erwartungen an die Deutsche Bahn:

»Es wird das Jahrzehnt der Schiene«

Bundespressekonferenz am 20.01.2020.

Der VCD trägt mit Sachkunde und Initiative dazu bei, dass sinnvoll investiert wird und Mobilität für Menschen fortentwickelt wird:

Nahverkehr in OWL 2025 ist ein Grundsatzprogramm aus 2015 und doch noch immer aktuell. Zu wenig ist passiert, die Halbzeitbilanz zeigt kaum Fortschritte.

Die Regio-S-Bahn-OWL muss kommen und neue Bahnhalte z.B. in Heimsen/Petershagen, Gohfeld (Löhne) und Eisbergen (Porta Westfalica) oder auch in Lübbecke Industriegebiet und Gestringen müssen her. Die Strecken Bielefeld—Bad Holzhausen—Bohmte und mit Flügelzug ab Holzhausen nach Rahden weiter über Bassum bis Bremen müssen wieder in Betrieb gehen.

 

Der Akku-Treibwagen ist hier in der Region die beste Brückentechnologie, um attraktiven Schienenpersonennahverkehr auf Basis von E-Mobilität schnell umzusetzen. Auch dort, wo noch kein Fahrdraht vorhanden ist. Zwischen Bielefeld—Bünde—Rahden und von Herford—Löhne—Vlotho—Rinteln sind so schnelle Erfolge bei der Umsetzung CO2-freier Mobilität möglich.

Auf der Strecke Löhne–Hameln rollen aktuell nur vier, fünf Güterzüge im Monat. Der Grund: Dieseltraktion ist erforderlich, es fehlt der Fahrdraht.

So wird Gütertransport auf der Schiene ausgebremst und unwirtschaftlich. Auf der parallel verlaufenden Autobahn A2 quälen sich täglich 21.000 LKW durch das Wesergebierge. Mit nur einem Zug je Richtung und Stunde kann die Südbahn schon 5 Prozent des LKW-Aufkommens von der Straße holen. Ein unschätzbarer Beitrag zu Klimaschutz. Seit mehr als drei Jahren lässt das Bundesverkehrsministerium nun schon prüfen und Potentiale für »Elektrische Güterbahnen« analysieren. Die Allianz pro Schiene berichtet. Ergebnisse sollen nun endlich vorgelegt werden.

Der VCD fordert: Her mit dem Fahrdraht.

Die Elektrifizierungslücke zwischen Löhne und Hameln muss endlich geschlossen werden.

Der große Wurf steht an im Schienenfernverkehr mit dem Bahnprojekt Bielefeld–Hannover.

Angestrebt wird eine Verdopplung der Fahrgastzahlen im ICE- und IC-Verkehr. Grundlage ist ein völlig neu durchgeplanter Zielfahrplan 2030plus »Deutschlandtakt«.

Aus Sicht des VCD muss der Deutschlandtakt eine stündliche Anbindung an den IC-Verkehr in Herford, Bad Oeynhausen und Minden einplanen, für Bünde muss zweistündlich der IC-Takt eingeplant sein. Der VCD ist eingebunden.


ICE-Trasse Bielefeld—Hannover

Neubau oder Ausbau – das ist hier die Frage?