Nordrhein-Westfalen

Auto & Straße, Radverkehr
Köln

„Knolle statt Knöllchen“ – Falschparken ist kein Kavaliersdelikt!

VCD Regionalverband Köln beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche gegen Falschparken und ruft zur Unterzeichnung einer Petition für die deutliche Erhöhung der diesbezüglichen Bußgelder auf.

Der VCD – Verkehrsclub Deutschland ruft in der Woche vom 3. bis zum 7. Juni 2019 zu bundesweiten Aktionen gegen die Verkehrssicherheit gefährdendes und behinderndes Falschparken auf. Der VCD Regionalverband Köln wird sich am 6. Juni von ca. 15:30 bis 18:00 Uhr mit einer Aktion an der Bonner Straße in der Kölner Südstadt an dieser Kampagne beteiligen. Damit wollen wir vor Ort auf die Gefährdungen und Behinderungen, die rücksichtsloses Falschparken insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilnehmer bedeutet, aufmerksam machen und für einen respektvollen Umgang mit dem öffentlichen Raum sensibilisieren.

Zum Hintergrund: Wer falsch parkt, behindert oder gefährdet andere Verkehrsteilnehmer. Pkw auf Radwegen, Lieferwagen in zweiter Reihe, zugeparkte Straßenkreuzungen – all dies trägt dazu bei, dass die Wege für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, zu einem riskanten Spießrutenlauf werden. Aber auch Busfahrgäste und Autofahrer sind genervt von zugeparkten, blockierten Fahrbahnen. Nicht zuletzt bedeuten falsch abgestellte Fahrzeuge eine besondere Rücksichtslosigkeit gegenüber allen Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Der zunehmende Lieferverkehr, ein mangelndes Unrechtsbewusstsein bei den Falschparkenden, unzulängliche Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter sowie viel zu geringe Bußgelder verschärfen das Problem.

Falschparken muss in Deutschland deutlich höher bestraft werden als bisher. Im Moment liegt das Bußgeld für illegales Parken bei gerade einmal 20 Euro. Aus „Knöllchen“ müssen „Knollen“ werden, um abschreckend zu wirken, denn Ermahnungen zeigen kaum Wirkung. Im europäischen Ausland wird Falschparken bereits mit deutlich höheren Bußgeldern geahndet – in Dänemark zum Beispiel ab 70 Euro, in den Niederlanden ab 90 Euro und in Spanien sogar bis 200 Euro.

Wir fordern die Bundesregierung auf, das Bußgeld für Falschparken auf mindestens 100 Euro anzuheben, gleichzeitig mit einem Punkt in Flensburg zu ahnden und dazu noch dieses Jahr die Bußgeldkatalog-Verordnung anzupassen. Mit der abschreckenden Wirkung eines solchen Bußgelds wird der Verkehr sicherer, Fahrradfahren und Zufußgehen attraktiver und somit ein wichtiger Schritt für die Verkehrswende in unseren Städten erreicht.

Zur Unterstützung dieser Forderung rufen wir dazu auf, die Petition „Knolle statt Knöllchen! Bußgelder für Falschparker drastisch anheben!“ zu unterzeichnen.

Unterstützer der Petition: Verkehrsclub Deutschland (VCD), Initiative Clevere Städte, Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein (ABSV), Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Bundesverband Carsharing (BCS), Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), Changing Cities, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), Deutsche Umwelthilfe (DUH), FUSS e.V., Verbund Service und Fahrrad (VSF), Zweirad-Industrie-Verband (ZIV)

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