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Hagen - Märkischer Kreis
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Online-Petition gegen den Weiterbau der A46/B7n noch bis 01.09.21

Die Online-Petition gegen den Weiterbau der A46/B7n endet bald!

Bis zum 01.09.2021 können Sie noch die Petition für eine Region ohne Autobahn mitzeichnen!

Noch bis zum Mittwoch, 01. September 2021, 24:00 Uhr (und nicht nur bis 31.08., wie zunächst hier angekündigt), können Sie die Online-Petition gegen das Straßenprojekt und für alternative Lösungen mitzeichnen:

=> hier Petition gegen den (Weiter-/Neu-)Bau der Autobahn/Bundesstraße A46/B7n unterzeichnen

 

Die großartig gemachte 8-teilige Aktionsreihe der GigA46  und die Online-Petition für eine Region ohne Autobahn laufen Ende August/Anfang September 2021 aus.

Die mit viel Arbeit und Kreativität gestaltete Veranstaltungsreihe lief über den gesamten Sommer hindurch an verschiedenen durch den geplanten Straßenneubau betroffenen Orten. Sie bot zugleich informative und bunte Aktionen aus Vorträgen, Ausstellungen, Diskussionen und Kunst.

Dazu passt auch sehr gut das Youtube-Video von Südwestfalens TV-Bauer Clemens Schulte-Vierkötter und seinen “echten” Berufskollegen.

Schon vorher und parallel lief die Petition “Für eine Region ohne Autobahn” auf der Plattform openpetition.de:

Zitat Inhalt der Petition:

• Stopp aller Planungen für den Bau der A46/B7n 

• Streichung der A46 aus einem neuen und nachhaltigen Bundesverkehrswegeplan, der dem Klimaschutz Rechnung trägt   

• Zukunft statt Asphalt - Erarbeitung klimagerechter und intelligenter Mobilitätskonzepte für eine Region ohne Autobahn 

Zitat Auszüge aus der Begründung der Petition:

In fast 50 Jahren ist es nicht gelungen, eine menschen- und umweltgerechte Trasse für die A46 zu finden. Denn egal wo: Immer würden Europäische Schutzgebiete, Naturschutzgebiete und ökologisch wertvolle Wald- und Naherholungsgebiete zerschnitten und zerstört. Dazu kommt, dass die Autobahn nicht weniger, sondern neuen Verkehr in die Region bringt. Auf- und Abfahrten werden den Verkehr anziehen und viele Orte und Straßen zusätzlich belasten. Auch die Belastungen durch Kohlendioxid werden laut Bundesverkehrsministerium um rund 10.000 Tonnen jährlich steigen. Zukunft sieht anders aus. Denn in Zeiten des Klimawandels muss es darum gehen, die Belastungen zu senken. Laut Klimaschutzgesetz müssen im Verkehrsbereich 42 Prozent Kohlendioxid bis 2030 eingespart werden. Die A46 heizt stattdessen den Klimawandel weiter an. 

Wir sind Bürger*innen vieler unterschiedlicher Orts- und Stadtteile in der Region, die inzwischen alle von den Planungen betroffen sind. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die Lebensqualität unserer Region erhalten bleibt - mit unzerschnittenen Laubmischwäldern, mit fruchtbaren Böden für familiengeführte Bauerhöfe und mit einem großen Naherholungs- und Freizeitwert. Durch eine neue Autobahn mit zusätzlichem überregionalem Verkehr wird diese Qualität bedroht.

Gleichzeitig sehen wir, dass es Verkehrsbelastungen an verschiedenen Stellen gibt. Um sie zu reduzieren, brauchen wir endlich eine Verkehrsplanung, die auf umweltfreundliche Mobilität und Verkehrsvermeidung setzt. Mit kleinen, intelligenten Lösungen für Verkehrsprobleme vor Ort. Mit Angeboten für die vielen Pendler*innen, die täglich in unserer Region unterwegs sind und sie dabei gar nicht verlassen. Mit einem besseren ÖPNV, mit digitaler Verkehrssteuerung, mit guten und sicheren Radwegen. Eine neue Autobahn hilft bei alledem nicht. 

Deshalb sagen wir gemeinsam: Wir wollen keine neue A46/B7n vor unseren Türen und auch nicht vor den Türen unserer Nachbarn. Der Bau dieser Straße ist an der einen Stelle nicht besser als an der anderen.

Viele der über 5000 Mitzeichnenden der Petition haben in Kommentaren ihre Argumente und Beweggründe beschrieben …

Zitat Auszüge aus Kommentaren von Mitzeichnenden:

  • Der Weiterbau dieser Autobahn ist unsinnig und wird nur eine Umleitungstrecke von der A45 auf die A44 und A2. Das führt zu mehr Verkehr und mehr Belastung der Anwohner. Die wunderschöne Natur und der Naherholungsbereich für Menden und Umgebung würde komplett zerstört.

  • Der Plan die Autobahn A 46 auszubauen/weiterzubauen bringt eigentlich nur Nachteile. Die "Restumwelt" wird weiter versiegelt. Die Verkehrsbelastung wird [….] durch die Auf-und Abfahrten steigen. Es wäre sinnvoll das Geld in den Ausbau des ÖPNV insbesondere in die Bahn zu investieren.
  • Ich möchte, dass die schöne Umgebung erhalten bleibt und die Wälder als Erholungsort nicht zerstückelt werden. Wenn ich auf meinen Spaziergängen in Gedanken die Autobahntrasse sehe, bin ich ganz bestürzt. Es sollte im Hinblick des Klimawandels viel mehr an anderen Möglichkeiten der Mobilität gearbeitet werden und nicht weitere Straßen gebaut werden, die dann nur noch mehr Verkehr generieren.
  • Wir brauchen die Natur und natürliche Rückzugsorte mehr als 5 Minuten eher bei der Arbeit zu sein - da gibt es die Möglichkeit vor oder nach bekannten Stoßzeiten zu fahren.

  • Autobahnausbauten sollten der Vergangenheit angehören, Mobilität muss neu organisiert werden (Stichwort Klimaschutz, offentl. Verkehrsmittel, Bahn, u. v. m.), Naturschutzgebiete und bestehende Natur-Flächen brauchen Schutz und Bestand!
  • Nach 50 Jahren hat sich die Grundlage der alten Planung erübrigt. 1.) Die Klimakrise mit den nun auch sichtbaren Folgen [….] 2.) Der individual Verkehr sowie auch der Güterverkehr per LKW sollte nicht mehr gefördert werden, sondern die Verlagerung des Gütertransporters auf die Schiene 3.) Ökologisch wertvolle Gebiete sollten [...] erhalten werden 4.) [….] dass durch Entwicklung von Homeoffice der Straßenverkehr reduziert werden kann.
  • Noch eine Fernstraße im ohnehin schon dichten Straßennetz unserer Region bringt nur wenig Nutzen, aber umso mehr Schaden durch Zerschneidung unserer [….] empfindlichen Landschaft. Die Kosten von Bau und Unterhaltung dieser neuen Straße sind angesichts vieler anderer dringlicher Aufgaben der Zukunftsbewältigung viel zu hoch. Wegen der Dichte der Siedlungen und der kleinteiligen Landschaftsstrukturen zwischen Iserlohn/Hemer […] und Arnsberg passt dieses Mammutbauwerk auch buchstäblich nirgends hindurch. Mittendrin liegen das Stadtgebiet Menden und seine stadtnahen Mischwälder wie ein Riegel im Weg. Südlich davon sollten das Hönnetal und die Natur- und Erholungslandschaft […] nicht zerstört werden. Nördlich der Mendener Kernstadt wiederum leben viele Menschen [...] im für den Natur- und Wasserschutz und für die Naherholung wertvollen Ruhrtal. [...] kommt über die neue Straße PKW-/LKW-Fernverkehr durch unsere Region […] und bringt seine Abgase, Reifenabrieb und Lärm mit. Der Bau der A46/B7n hat also mehr und schlimmere Nachteile als er Vorteile bringen kann. Deshalb sollten wir dieses Projekt nach fast einem halben Jahrhundert Planung und aussichtsloser Suche nach einer verträglichen [..] Trasse nun einstellen und uns um Alternativen kümmern - und ich bin sicher, dass wir das auch schaffen!

Der VCD schließt sich den allermeisten der in der Petition genannten Gründe gegen den teuren Straßenneubau A46/B7n an. Die Nachteile wie Landschaftszerschneidung, Bodenversiegelung und Zuwachs des Autoverkehrs in der Region insgesamt treten sicher ein. Sie wiegen unterm Strich viel schwerer als die eher mutmaßlichen/erhofften/versprochenen Vorteile wie Entlastung der Ortsdurchfahren und (geringfügige) Zeitgewinne für bestimmte Autofahrten.

Außerdem sehen wir nirgends eine auch nur annähernd natur-, umwelt- und menschenfreundliche Trasse durch die zugleich dicht besiedelte und – gerade deshalb umso wichtigere – abwechslungsreiche Natur-, Kultur- und Erholungslandschaft unserer Heimat im Nordsauerland.

 

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