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Initiative "Bahnhof Hösel - wieder barrierefrei"

Der VCD hält engen Kontakt zur Bürgerinitiative, die sich am 9. März 2012 zur Gründungsveranstaltung zusammengefunden hat. Die Bürgerinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Barrierefreiheit des Bahnhofs so schnell wie möglich wiederherzustellen und das Bahnhofsgelände zu einem attraktiven Ort in Hösel zu machen.

Aus der Gruppe der Anwesenden wurden 5 Männer und eine Frau gewählt, welche die nächsten Aktivitäten vorbereiten sollten. Hauptziel war die Bildung eines Runden Tisches, an den sich Vertreter aller zu beteiligenden Gremien setzen sollen. Diesem Ziel ist die "Bürgerinitiative" im laufenden Jahr (2013) durch die Teilnahme von Vertretern namhafter Parteien deutlich näher gekommen, so dass sich der Lenkungskreis entschlossen hat, den Namen leicht zu ändern. Aus der Bürgerinitiative ist eine Initiative geworden und aus der Sitzung des Lenkungskreises ein Runder Tisch. Außerdem wurde ein "wieder" eingeführt, denn das ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen nicht barrierefreien Bahnhöfen und Haltepunkten. Denn der Bahnhof Hösel war seit seinem Bestehen vor mehr als hundert Jahren bis zum 22.12.2011 barrierefrei!

Hier die Namen der sechs Aktiven:
Karl-Heinz Beißwenger
Volker Doppstadt
Dr. Hans Jörgens (VCD)
Andrea Kornak
Dr. JürgenOestereich
Rolf Pakendorf (ausgeschieden)

Diese Aktiven-Gruppe trifft sich regelmäßig jeden dritten Dienstag zum Runden Tisch in der Gaststätte im Bahnhof Hösel. Die Sitzungen sind öffentlich, Gäste sind willkommen.

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen unsere Emailadresse zur Verfügung. Sie erhalten so schnell wie möglich Antwort.

Höseler Streich

Am 22.12.2011 wurde die neue Brücke über die Bahnlinie unmittelbar am S-Bahn-Haltepunkt Hösel in Betrieb genommen und gleichzeitig der Bahnübergang für alle Verkehrsteilnehmer geschlossen. Da der eigentliche Haltepunkt keine barrierefreie Verbindung zwischen den beiden Bahnsteigen hat, konnten bisher behinderte Fahrgäste und Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren diesen Bahnübergang benutzen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Sie müssen jetzt über die neue Brücke gehen: das bedeutet einen Umweg von mehr als 500 Metern. Der VCD bemüht sich intensiv bei Politik und Bahn um Abhilfe. Die könnte darin bestehen, den Bahnübergang für Fußgänger  bis auf weiteres wieder in Betrieb zu nehmen. Darüber führen wir zur Zeit Gespräche mit der Deutschen Bahn und dem VRR (siehe hierzu ein Presseecho auf unsere Bemühungen vom 9.5.2012).

Aktueller Stand (27.3.14):

Der VCD hat sich schriftlich an Herrn Latsch, den Bevollmächtigten der DB für das Land NRW gewandt und um Klärung der Frage gebeten, warum an der S 28 im Raum Mettmann behindertengerechte Gleisübergänge möglich sind, in Hösel aber nicht.
Die DB hat daraufhin mit Schreiben vom 28. August 2012 unseren Vorschlag erneut abgelehnt. Zu den darin aufgeführten Gründen haben wir am 4.10.12 detailliert Stellung genommen und eine weitere Diskussion gewünscht. Eine Rückmeldung haben wir noch nicht erhalten.

Zuvor  hatten VRR und Deutsche Bahn unseren Vorschlag mit gleichlautenden Begründungen abgelehnt, jedoch auf der letzten Sitzung des Lenkungskreises am 6.7.12 beschlossen, den Haltepunkt Hösel in die MOF2 aufzunehmen. Wir werden uns jedoch auch nach der Absage vom 28.8.2012 mit der Ablehnung unseres Vorschlages nicht zufrieden geben, da einige Haltepunkte der S28 im Bereich Mettmann mit höhengleichen Überwegen für Fahrgäste am Ende der Bahnsteige ausgestattet sind. Ein Beispiel dafür ist der Haltepunkt Mettmann-Zentrum.

Die Bürgerinitiative hat am Dienstag, dem 31.7.2012 dem Bevollmächtigten der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen, Herrn Reiner Latsch, einen offenen Brief geschrieben, der am gleichen Tag in der Gaststätte im alten Bahnhof der Presse vorgestellt wurde.

Der VCD hat sich im Sommer 2012 an den damaligen Landesverkehrsminister Voigtsberger gewandt und an einem Gespräch mit dem Vorstandssprecher des VRR teilgenommen. Von beiden Seiten wurde uns damals in Aussicht gestellt, das der Bahnhof Hösel im Rahmen eines Nachtrags zur Modernisierungsoffensive der DB mit Aufzügen versehen werde. In einer Vorlage für den Verkehrsausschuss des Landtags vom März 2013 ist dann auch tatsächlich der Bahnhof Hösel aufgeführt, leider fehlen die Aufzüge. Nur die Bahnsteige sollen aufgehöht werden. Ebenso weigert sich die Bahn weiterhin, zumindest vorübergehend einen Übergang für Reisende an der Stelle des ehemaligen Bahnübergangs einzurichten.

Am 24.7.13 hat die Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen für die nächste Ratssitzung einen Beschlussantrag gestellt, nachdem die Verwaltung Fördermittel von 90 % der Kosten für einen der beiden erforderlichen Aufzüge zu beantragen und Mittel für die restlichen 10% aus dem Haushalt sicherzustellen. Dem Vernehmen nach ist dann die Deutsche Bahn bereit, den anderen Aufzug zu finanzieren. 

Der VCD unterstützt diesen Antrag, weil die Stadt Ratingen mit der Deutschen Bahn und dem Landesbetrieb Straßen im Jahre 2004 in einer sogenannten Kreuzungsvereinbarung dem Vorhaben zugestimmt hat, den Bahnübergang zu schließen, sobald die neue Brücke dem Verkehr übergeben wird. Maßnahmen zur Erleichterung der Zugänglichkeit für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, enthält diese Vereinbarung nicht. Aus Sicht des VCD ist diese Vereinbarung nachbesserungsbedürftig, da damit gegen das damals schon geltende Behindertengleichstellungsgesetz verstoßen wurde. Bedenken bestehen hinsichtlich des Zeitpunktes für die Verwirklichung dieser geplanten Maßnahme.

Der Rat der Stadt Ratingen hat auf seiner Sitzung am 27. März 2014 über den Haushalt 2014 und den Finanzplan 2014 bis 2017 beraten und darüber einen Beschluss gefasst. Danach sind die Mittel für einen Aufzug enthalten. Den anderen will die DB bauen, wenn die Stadt Ratingen ihr verbindlich mitteilt, ebenfalls einen Aufzug zu finanzieren. Dem steht jetzt also nichts mehr im Wege. Baubeginn nicht vor 2017!

Ihre Anregungen und Fragen können Sie uns eine Email zusenden. Wir werden zeitnah darauf reagieren.

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