Nordrhein-Westfalen

Dortmund - Unna

VCD begrüßt Plan der Verwaltung

Pressemitteilung - Ampel an der Haltestelle Max-Eyth-Straße: Vorteile für Viele und Nachteile nur für den Durchgangsverkehr

Der VCD Dortmund-Unna begrüßt die Pläne der Stadtverwaltung, die U47-Haltestelle Max-Eyth-Straße mit Hilfe einer Ampel niveaugleich zugänglich zu machen. „Das war immer unsere Forderung“, freut sich VCD-Vorstand Lorenz Redicker. „Die Ampel erleichtert den Zugang zur Haltestelle und die Querung der B1 für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ganz erheblich, zudem erhöht sie der Verkehrssicherheit“, nennt der VCD-Vorstand drei große Vorteile der jetzt von der Verwaltung favorisierten Lösung.

Mit dem Vorschlag einer mit Ampel ausgestatteten Kreuzung nimmt die Verwaltung Abschied von der Idee, die B1 kreuzungsfrei durch die Stadt zu führen. „Die B1 ist aus Sicht des VCD immer eine Stadtstraße gewesen; ent­sprechend sollte sie behandelt werden. Wir brauchen keine Stadtauto­bahn durch Dortmund“, formuliert Redicker die Haltung des VCD: „An West­falen- und Rheinlanddamm muss der Mensch Vorrang haben, nicht das Auto.“

Wenn jetzt sowohl die CDU als auch die IHK an der Kreuzungsfreiheit der B1 festhielten, findet Redicker das unverständlich. Wer ampelfreie Fahrt auf der B1 fordere, helfe nur dem Durchgangsverkehr (der ein paar Kilometer geschenkt bekomme), keinesfalls aber etwa dem Dortmunder Wirtschaftsverkehr, der dann ja auf andere städtische Straßen verdrängt werde, so der VCD. Die Beispiele Bochum und Essen, wo die alte B1 als A40 die Stadt brutal zerschneide und das nahe Umfeld völlig entwertet habe, sind aus Sicht des VCD mahnende Bespiele für eine Auto-Vorrangpolitik, die der Stadt nur schade und nicht helfe. Die Ansicht der IHK, die Ampel bringe nur einer Minderheit Vorteile, schade aber vielen, verdrehe die Tatsachen, so der VCD: Bahnfahrer*innen, Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Anwohner*innen (übrigens auch autofahrende) – alle hätten Vorteile. Nur der Durchgangsverkehr werde unwesentlich ausgebremst.

Der VCD erinnert im Übrigen den IHK-Präsidenten daran, dass auch die Industrie- und Handelskammer die Ziele des Masterplans Mobilität 2030 unterstützt habe. Darin verpflichte sich die Stadt etwa zur Reduzierung negativer Umweltwirkungen des Verkehrs, zur Fo?rderung des Fußverkehrs, des Radverkehrs sowie des O?PNV sowie der Erho?hung der Verkehrssicher­heit und des Sicherheitsempfindens. Gerade der letzte Punkt ist Redicker wichtig: An der Haltestelle könne man immer wieder beobachten, dass Menschen die B1 auch ohne Ampel passierten, um den Bahnsteig zu erreichen. Das sei natürlich gegen jede Regel und hochgefährlich, zeige aber, wie wichtig eine Ampel an dieser Stelle sei, argumentiert der VCD.

Grundsätzlich präferiert der VCD für die B1 eine Lösung, wie sie auch die Fachinitiative B1 Dortmund plus fordert: eine Neuaufteilung des B1-Quer­schnitts. Damit könne einerseits die B1-Allee als stadtbildprägendes Element wiederhergestellt werden. Zum anderen bietet die Neuauf­teilung die Chance, ausreichend Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu schaffen; das entspräche auch den Zielen der Stadt in Sachen Klimaschutz und Verkehrswende. Zudem entschärfe sie die Unfallgefahren infolge der Verschwen­kung der B1 im Bereich der Haltestellen. Eine Untertunnelung der B1 hin­gegen ist aus Sicht des VCD nicht sinnvoll, zumal im Bereich des Rheinland­damms dann doch eine Autobahn in Troglage inmitten der Stadt entstehen würde. Redicker: „Durchgangsverkehr gehört auf den Autobahnring um Dortmund!“

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