Nordrhein-Westfalen

Radverkehr

Radvorrangrouten für Aachen

Die Luft in Aachen ist schlecht und wird nicht besser. Bisherige Maßnahmen, die überwiegend auf eine Erhaltung des Status Quo abzielen, haben sich als wirkungslos erwiesen. Auch die Umweltzone, das ist klar, wird alleine keine Luftverbesserung erwirken.

Notwendig ist ein Umdenken in der Verkehrsplanung. Dabei ist die Menge der Optionen begrenzt. Eine Schienenlösung für den Nahverkehr ist in den nächsten Jahren nicht möglich. Das bestehende Busnetz operiert bereits jetzt am Rande seiner Kapazitäten und kann kaum erweitert werden. Zudem tragen die Busse mit ihren Emissionen zur Verschärfung des Problems bei - eine Umrüstung oder gar ein Ersatz durch Elektrofahrzeuge ist ausgesprochen teuer.

Die einzige Möglichkeit, kurzfristig und kostengünstig eine durchgreifende Verbesserung der Situation in der Aachener Innenstadt zu erreichen, ist eine deutliche Verlagerung der Mobilität auf den Radverkehr. Die Voraussetzungen dafür sind günstig: Der Run auf Elektrofahrräder und Pedelecs hat bewirkt, dass Radfahren so schnell und bequem wie nie zuvor geworden ist. Immer mehr Menschen werden in den nächsten Jahren das Fahrrad als sinnvolle Alternative zum Auto wahrnehmen und es zum Beispiel  für den Weg zur Arbeit nutzen wollen.

Dafür müssen geeignete Randbedingungen und Infrastruktur geschaffen werden. Radfahrer dürfen in der Planung nicht mehr als Störfaktor wahrgenommen werden, sondern als Verkehrsteilnehmer mit Bedürfnissen, Ansprüchen und Rechten, die denen der Autofahrer entsprechen. Ein wesentlicher Baustein darin ist ein neuer Blick auf das Verkehrsnetz. Die Radwege, die bisher eher unzusammenhängende Einzellösungen von stark variierender Qualität bilden, müssen sich zu einem durchgängigen, leistungsfähigen Netz wandeln. Ein zentrales Element darin bilden Radvorrangrouten.

Der VCD Aachen hat ein exemplarisches Konzept für zwei Radvorrangrouten erstellt. Dabei wurde nicht nur eine Streckenführung erarbeitet, sondern die aktuelle Situation entlang der Route im Detail analysiert und Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen. Das Konzept ist hier zugänglich, außerdem finden Sie weiteres Kartenmaterial.

 

Die Aachener Zeitung berichtete über das Konzept am 26. 10. 2016.

 

 

Radverkehr am Krugenofen

Derzeit diskutieren Stadtverwaltung, Politik und Verbände um die zukünftige Verkehrsgestaltung am Krugenofen. Weitgehend einig ist man sich darüber, dass die Situation für den Radverkehr deutlich verbessert werden muss, aber über das "Wie" gehen die Meinungen auseinander.

Die Verwaltung favorisiert die Markierung von Radfahrstreifen, allerdings ist dies nicht ohne den Verlust von Parkplätzen für Autos möglich. Alternativ wird über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h nachgedacht, wobei dies von der Stadt nicht ohne weiteres entschieden werden kann, denn der Krugenofen ist eine Bundesstraße. Eine entsprechende Gesetzesänderung auf Bundesebene, nach der Tempo 30 auch auf Bundesstraßen allgemein möglich ist, ist angedacht, wird aber sicher noch Jahre auf sich warten lassen.

 

Der VCD spricht sich eindeutig für das Anlegen von Radfahrstreifen aus, und zwar möglichst sofort. Den Wegfall von Parkplätzen sehen wir nicht als kritisch an: Wenn in absehbarer Zeit am Krugenofen Anwohnerparkplätze eingeführt werden, so wird der Parkdruck massiv abnehmen. Das hat sich in allen anderen Stadtvierteln, in denen das Bewohnerparken eingeführt wurde, gezeigt.

Dagegen sehen wir Tempo 30 bestenfalls als Notlösung. Zum einen wird eine durchgängige Ausweisung einer Geschwindigkeitsbegrenzung frühestens in einigen Jahren möglich sein, zum anderen befürchten wir, dass diese mangels Kontrollen sowieso nicht eingehalten wird. Insgesamt ist Tempo 30 am Krugenofen keine entscheidende Verbesserung der Sicherheit.

 Aktuelle Informationen zum Krugenofen finden Sie in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Critical mass (engl., dt. 'kritische Masse') ist ein Trend in vielen Städten der Welt, bei der sich RadfahrerInnen scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen Fahrten durch Ihre Innenstädte mit ihrer bloßen Menge auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem Autoverkehr aufmerksam zu machen.

Critical Mass in Aachen: immer am letzten Freitag im Monat um 18 Uhr an wechselnden Treffpunkten im Stadtgebiet. Link zur Website.

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