Nordrhein-Westfalen

Aachen-Düren

Studie attestiert Aachen eine "Vitale Innenstadt"

Gute Noten für Aachen als Einkaufsstadt - und: Die meisten Besucher kommen mit dem Bus

In einer Studie des Unternehmens "Institut für Handelsforschung IFH" wurden unter der Überschrift „Vitale Innenstädte 2016“ die Attraktivität von über 100 Einkaufsstädten untersucht. Darüber berichten Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten. Aachen schneidet dabei recht gut ab - die Noten sind leicht überdurchschnittlich, was uns als VCD Aachen  freut.

Besonders interessant finden wir (natürlich!)  die Fragen, die mit dem Verkehr zusammenhängen. Hier liefert  die Studie überraschende Ergebnisse: Die weitaus meisten Besucher kommen mit dem ÖPNV in die Stadt, in Aachen heißt das also: mit dem Bus. Ihr Anteil liegt mit 43% mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt, und er liegt auch höher als der Durchschnittswert der "Vergleichsgruppe", also Städte ähnlicher Größe. Der PKW-Anteil ist mit 28% wesentlich geringer, einen  etwa gleichen Anteil teilen sich Fußgänger und Radfahrer.

Die zweite Überraschung betrifft die Bewertung der Parksituation. Diese bekommt zwar in der Aachener Umfrage die schlechteste Einzelnote, aber sie liegt über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe. Die Macher der Studie erläutern dazu: "Es gibt keine Großstadt, in der das Thema Parken gut bewertet wird." Aachen verfüge eigentlich auf das ganze Jahr gesehen über ausreichend Parkraum, wird der Geschäftsführer des MAC zitiert. Ironischerweise ist der AZ-Artikel selber ein sauberes Beispiel dafür, wie die Parksituation schlechtgeredet wird: Trotz des recht akzeptablen Ergebnis für das Parken in Aachen lautet die fette Überschrift "Einkaufsstadt Aachen - Nur beim Parken gibt es die gelbe Karte", was in offensichtlichem Widerspruch zum Inhalt des Artikels steht.

Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Für den VCD gibt es drei Erkenntnisse:

  1. Bei der Stadtplanung und der Gestaltung des Innenstadtbereichs muss darauf geachtet werden, dass nicht die falschen Prioritäten gesetzt werden. Wenn man die Bedürfnisse der Autofahrer an erste Stelle setzt, wird man den allermeisten Besuchern - mehr als zwei Dritteln - nicht gerecht.
  2. Die Parksituation in Aachen bedarf keiner weiteren Verbesserung. Im Gegenteil, dies wäre kontraproduktiv. Statt neuen Parkraum zu schaffen, muss die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gesteigert werden.
  3. Insbesondere im Lokalteil der AZ reicht es nicht aus, die Überschriften zu lesen, denn oft steht im Artikel das genaue Gegenteil. Das ist schon des öfteren aufgefallen.

Aachen verfüge eigentlich auf das ganze Jahr gesehen über ausreichend Parkraum

Einkaufsstadt Aachen: Nur beim Parken gibt es eine gelbe Karte - Lesen Sie mehr auf:
www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/einkaufsstadt-aachen-nur-beim-parken-gibt-es-eine-gelbe-karte-1.1544921

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„Es gibt keine Großstadt, in der das Thema Parken gut bewertet wird

Einkaufsstadt Aachen: Nur beim Parken gibt es eine gelbe Karte - Lesen Sie mehr auf:
www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/einkaufsstadt-aachen-nur-beim-parken-gibt-es-eine-gelbe-karte-1.1544921

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