Nordrhein-Westfalen

Aachen-Düren
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Einzelhandel und Gastronomie unterstützen Idee für den Templergraben

Bürgerantrag wird am 01.09.2020 im Bürgerforum behandelt - Demo am Freitag 28. 08.

Mehrere Einzelhändler*innen und Gastronom*innen am Templergraben unterstützen die Idee, einen Teil dieser Straße in Zukunft für Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende und den Busverkehr zu reservieren. Sie begrüßen die bessere Erreichbarkeit für diese Verkehrsarten und die höhere Aufenthaltsqualität im Straßenraum. Dazu zählen Frankenne, copy2000 sowie die Restaurants Burgeria, Katapult und Juno.

„Für einen autofreien Templergraben schlagen zwei Herzen in unserer Brust. Natürlich sind wir als Händler auf regen Publikumsverkehr angewiesen, der aktuell sicherlich auch durch die freie Fahrt bestimmt wird. Perspektivisch sehen wir jedoch eine große Chance darin, den Bereich zwischen Reiff- Museum und Super-C als Platz für reges Treiben rund um Studierende, RWTH, Gastronomie und Veranstaltungen zu etablieren,“ begründet das Fachgeschäft Frankenne seine Unterstützung. Auch das Restaurant Burgeria denkt in diese Richtung: „Wir denken, dass beide Parteien von einer solchen Umstellung profitieren würden, da sich sowohl Autofahrer*innen als auch Zu-Fußgehende oder Radfahrende gegenseitig stören. Die Stadt hat in ihrer Infrastruktur viel Rücksicht auf die Uni-Persönlichkeit Aachens genommen, und trotzdem fehlt es gerade am Hauptgebäude und in der Nähe der Hörsäle, wo teilweise Unmengen an Fußverkehr zusammenkommen, an studentenfreundlichem Bewegungsfreiraum. Beispiele wie in den Niederlanden zeigen nur zu gut, dass ein einheitlicher, durchgängiger Campus diesen aufwertet und nebenbei auch Unternehmen in diesem Einzugsbereich Vorteile verschafft.“ Und der Kopierladen copy2000 sagt: „Die Maßnahme kommt vor allem der Aufenthaltsqualität zugute. Davon profitieren nicht nur die Hochschule und ihre Angehörigen, sondern auch der anliegende Einzelhandel.“

 

„Die Zeiten sind vorbei, dass Einzelhandel und Gastronomie in Aachen in erster Linie auf autofahrende Kund*innen setzen“, bewertet Nicolai Radke von Uni.Urban.Mobil. (U.U.M.) diesen Zuspruch. „Menschen, die ohne Auto kommen, werden als wichtige Kundengruppe anerkannt“, freut sich Ralf Oswald vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Handel und Dienstleistung profitieren davon, dass diese Kund*innen keine Parkplätze brauchen. So kann die Stadt mehr Platz für die Menschen bieten.

 

Die studentische Initiative U.U.M. hatte zusammen mit dem VCD und dem ADFC einen entsprechenden Bürgerantrag zum Templergraben eingereicht. Er wird am 01.09.2020 im Bürgerforum behandelt (18:00 Uhr im Depot Talstraße, Talstraße 2). Der Bereich soll für den Zielverkehr mit Kraftfahrzeugen weiterhin erreichbar bleiben, während der Durchgangsverkehr ausgeschlossen wird. Das von den meisten Parteien im Rat verfolgte Ziel, den Grabenring als Verteiler für den Radverkehr umzugestalten, wird damit an einer entscheidenden Stelle unterstützt. Für ihren Antrag werden die Initiativen vorab am 28.08., 19:15 Uhr, mit einer Demonstration am Templergraben werben.

 

Nähere Informationen zur Bürgeranregung unter uum-ac.de/templergraben

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